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Umfangreiche Diagnostik

Nervenwasseruntersuchung Umfangreiche Diagnostik

Die Entscheidung, ob die  Gedächtnisstörung eine Demenz ist, setzt häufig eine umfangreiche Diagnostik voraus. Einen Selbsttest gibt es bisher nicht, wohl aber einen kurzen Screeningtest für die hausärztliche Praxis. Der Mini-Mental-Status-Test (MMST) prüft beispielsweise Orientierung, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit und Rechenfähigkeit sowie die Sprachkompetenz. Im Uhrentest wird der Betroffene gebeten, eine Uhr zu zeichnen und auf ihr eine bestimmte Uhrzeit einzutragen.

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Obligatorische Diagnostik bei Demenzverdacht: Bildgebende Verfahren.

Quelle: EF

„Einen ganz wesentlichen Beitrag liefert die Anamnese mit dem Betroffenen, aber auch mit den Angehörigen“, erklärt Schneider. Neben Risikofaktoren und Vorerkrankungen wird in der Regel auch der bisherige Krankheitsverlauf erfragt. Hinzu kommen neben der Blutuntersuchung noch diverse neurologische und psychologische Tests.

Bildgebende Verfahren

Bei Bedarf schließt sich die weiterführende Diagnostik an. Dazu zählen die Magnetresonanztomographie (MRT), die nuklearmedizinische Untersuchung des Gehirns sowie die Nervenwasseruntersuchung. „Je nach Ergebnis der Untersuchungen ist ein sehr breites Spektrum an Behandlungsoptionen vorhanden“, so Schneider. Bei der Alzheimer-Krankheit zeigen Studien, dass eine frühe Therapie bessere Ergebnisse liefert. 

Für alle Formen der Demenz gilt: Untergegangene Nervenzellen sind kaum regenerierbar. Ihrer Zerstörung muss also entgegengewirkt werden. Bei der gefäßbedingten Demenz können ein gut eingestellter Blutdruck sowie eine Cholesterin-arme Ernährung schon eine Besserung bewirken. Besonders wichtig ist die frühzeitige Diagnostik bei Verdacht auf Nervenwasser-Abflussstörung. Denn frühe Stadien lassen sich noch therapieren. 

Therapie muss früh einsetzen

Diese spezielle Form der Demenz kann in weiten Teilen reversibel sein, also „geheilt“ werden. Später ist ein dauerhafter Schaden an den Nervenzellen entstanden und eine echte Heilung nicht mehr möglich. Ähnliches gilt für Demenzsymptome aufgrund von Vitamin B12-Mangel oder Schilddrüsenhormon-Mangel. hjo

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Verschämtes Schweigen

Die Angehörigen schildern beim Aufnahmegespräch, dass die an Demenz erkrankte Mutter nicht mehr in der Lage ist, ein Ei zu kochen. Die Erkrankte selbst berichtet jedoch, dass sie jeden Tag das Mittagessen zubereitet, schließlich sei da ja sonst auch niemand, der das tun könne. „Diese mangelnde Krankheitseinsicht ist ganz typisch für Patienten, die an Alzheimer erkrankt sind“, erklärt Dr. Anja Schneider von der Gedächtnisambulanz des Universitätsklinikums.

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