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Erinnerung an Alfred Nobel: Preisverleihung an seinem Todestag

Erfinder mit Geschäftssinn Erinnerung an Alfred Nobel: Preisverleihung an seinem Todestag

Als Erfinder des Dynamits hatte sich Alfred Nobel als Forscher bewiesen. Als der Sprengstoff, der gut zu transportieren und ohne großes Risiko zu zünden war, 1867 zum Patent angemeldet wurde, bewies Nobel auch Geschäftssinn.

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Erfinder des Dynamits und Stifter: Alfred Nobel.

Quelle: dpa

1833 in Stockholm als Sohn von vermögenden Eltern geboren und bei St. Petersburg aufgewachsen, begann Nobel mit 18 Jahren in Paris ein Chemie-Studium. Das führte zu Experimenten mit einer hochexplosiven Substanz, die der Italiener Ascanio Sobrero erfunden hatte: Nitroglycerin. In Schweden gelang es Nobel nach jahrelangen Versuchen daraus das so explosive, aber durch Zusatz von Kieselgur auch berechenbare Dynamit zu entwickeln.

Die Stangen mit dem Dynamit erhielten Schnüre, die wiederum mit einem Detonator verbunden waren. In der Industrie und der Baubranche wurde Dynamit hilfreich eingesetzt. Nobel glaubte, dass seine Erfindung der Menschheit zum großen Nutzen sei.

Ihm brachte das Dynamit ein großes Vermögen ein. Seine Fabriken und Laboratorien in Schweden, in Krümmel bei Hamburg und in Ardeer in Schottland waren die ersten von mehr als 90 in 20 Ländern.

Aber das Dynamit wurde nicht nur so eingesetzt, wie es die Patente von Nobel vorsahen. Nach dem Scheitern der Pariser Commune in Frankreich im Jahr 1871 gab es die ersten politischen Anschläge mit Dynamit, das bald „Zaubermittel der Ausweglosen“ genannt wurde. Nobel musste feststellen, so beschreibt es in einem Beitrag in der Zeit im Jahr 2002 der Chemiehistoriker Otto Krätz, dass seine Erfindung dem Weltfrieden nicht diente.

8756 mal seit 1901

In San Remo (Italien) lebte der reiche  Mann in seinen letzten Jahren und starb dort am 10. Dezember 1896. In seinem Testament legte Alfred Nobel am 27. November 1895 fest, dass ein Großteil seines Vermögens den Wissenschaften, der Literatur und dem Frieden zugute kommen sollte. In Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und Frieden soll der nach dem Stifter benannte Preis denen verliehen werden, „die während des vergangenen Jahres der Menschheit den größten Nutzen erbracht haben.“

Seit 1901 wird der Nobelpreis am Todestag von Nobel an zwei Orten verliehen: Der Friedensnobelpreis in Oslo, die Nobelpreise für Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin und Literatur in Stockholm. Dort wird seit 1969 auch der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften vergeben, den 1968 die Schwedische Reichsbank ausgelobt hat.

Die Preisträger werden eingeladen, um in Stockholm oder Oslo die Nobel-Vorlesung zu halten und den Preis - Urkunde, Goldmedaille und Preisgeld - in einer feierlichen Zeremonie entgegen zu nehmen. Seit 1901 wurde der Nobelpreis 876 mal, an 847 Einzelpersonen und 22 Organisationen, verliehen.

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