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Nobelpreise für Göttinger Wissenschaftler

Auszeichnungen Nobelpreise für Göttinger Wissenschaftler

Der schwedische Chemiker und Erfinder des Dynamits, Alfred Nobel (1833-1896), legte fest, dass sein Vermögen den Menschen zugute kommen soll, die mit ihrer Forschung den Menschen größten Nutzen gebracht haben. Der Preis wird seit dem Jahr 1901 am Todestag von Nobel am 10. Dezember in Stockholm in vier Kategorien verliehen: Physiologie oder Medizin, Physik, Chemie und Literatur.

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Medaille mit dem Bild von Nobel.

Quelle: Nietfeld/dpa

Göttingen. Bisher sind unter den Preisträgern 15 Wissenschaftler, die in Göttingen geforscht haben, und weitere 30, die eine Verbindung zu Göttingen haben.

Das Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie hat in seinen Reihen die Preisträger Hell (2014 für Chemie), Erwin Neher und Bert Sakmann (1991 für Physiologie oder Medizin) und Manfred Eigen (1967 für Chemie).

Der gebürtige Göttinger Thomas Südhof, der 2013 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin erhielt, war einige Jahre am Göttinger Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin tätig.

Die Stadt Göttingen gilt als Nobelpreiswunder: Hell ist bereits der 45. Nobelpreisträger mit Göttingen-Bezug. Vierzehn von ihnen sind explizit für Forschungsarbeiten und -erkenntnisse ausgezeichnet worden, die sie während ihrer Göttinger Zeit entwickelt haben. Die anderen haben unabhängig von ihrem preisgekrönten Thema in Göttingen studiert, promoviert, als wissenschaftliche Mitarbeiter gearbeitet oder eine Gastprofessur übernommen.

Die 14 Nobelpreisträger mit direktem Forschungsbezug zu Göttingen (ohne Hell):

  • 1910, Otto Wallach, Chemie („... in Anerkennung seiner Verdienste um die organische Chemie und die chemische Industrie durch seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der alizyklischen Verbindungen“)
  • 1919, Johannes Stark Physik ("... für seine Entdeckung des Dopplereffekts bei Kanalstrahlen sowie der Zerlegung der Spektrallinien im elektrischen Feld")
  • 1920, Walther Hermann Nernst,  Chemie („... in Anerkennung seiner Arbeit auf dem Gebiet der Thermochemie")
  • 1925, James Franck Physik mit Gustav Hertz, Physik ("...für ihre Entdeckung der Gesetze, die bei dem Zusammenstoß eines Elektrons mit einem Atom herrschen")
  • 1925, Richard Zsigmondy, Chemie („... für seinen Nachweis der heterogenen Natur kolloider Lösungen und für die von ihm angewandten Methoden, die seitdem grundlegend für die moderne Kolloidchemie sind")
  • 1928, Adolf Otto Reinhold Windaus, Chemie („... für seine Verdienste um die Erforschung des Aufbaues der Sterine und ihres Zusammenhangs mit den Vitaminen")
  • 1932, Werner Heisenberg, Physik („... für die Begründung der Quantenmechanik, deren Anwendung unter anderem zur Entdeckung der allotropen Formen des Wasserstoffs geführt hat“)
  • 1936, Peter Debye, Chemie ("... für seinen Beitrag zu unserer Kenntnis der Molekularstrukturen durch seine Untersuchung von Dipolmomenten sowie zur Beugung von Röntgenstrahlen und Elektronen in Gasen")
  • 1939, Adolf Butenandt, Chemie („... für seine Arbeit über Sexualhormone")
  • 1954, Max Born mit Walther Bothe, Physik („... für grundlegende Forschungen in der Quantenmechanik, besonders für statistische Interpretation der Wellenfunktion");
  • 1967, Manfred Eigen, Chemie („... für ihre Untersuchungen äußerst schneller chemischer Reaktionen, verursacht durch die Störung des Gleichgewichts durch ehr kurze Energieimpulse"
  • 1991, Erwin Neher mit Bert Sakmann, Physiologie/Medizin („... für ihre Entdeckungen bezüglich der Funktion von einzelnen Ionenkanälen in Zellen “)
  • 2013, Thomas Südhof, Physiologie / Medizin 
  • 2014, Stefan Hell, Chemie 

 

Die weiteren Nobelpreisträger mit Göttingen-Bezug:

  • 1905, Robert Koch, Medizin
  • 1908, Rudolf Eucken, Literatur
  • 1908, Paul Ehrlich und Ilja Iljitsch Metschnikow, Medizin
  • 1911, Wilhelm Wien, Physik
  • 1914 Max von Laue,  Physik
  • 1914, Theodore William Richards, Chemie
  • 1918,  Max Planck, Physik
  • 1923, Robert Andrews Millikan, Physik
  • 1924,  Karl Manne Siegbahn, Physik
  • 1925 Gustav Hertz mit James Franck, Physik
  • 1927, Ludwig Quidde, Frieden
  • 1930, Nathan Söderblom, Frieden
  • 1932, Irving Langmuir,  Chemie
  • 1933, Paul Dirac, Physik
  • 1937, Walter Norman Haworth, Chemie
  • 1938, Enrico Fermi, Physik
  • 1943, Otto Stern, Physik
  • 1944, Otto Hahn, Chemie
  • 1945, Wolfgang Pauli, Physik
  • 1948, Patrick Maynard Stuart Blackett, Physik
  • 1953, Sir Hans Adolf Krebs, Medizin
  • 1954, Walther Bothe mit Max Born, Physik
  • 1963, Eugene Paul Wigner und Maria Goeppert-Mayer, Physik
  • 1969, Max Delbrück, Medizin
  • 1971, Gerhard Herzberg, Chemie
  • 1989, Wolfgang Paul und Hans Georg Dehmelt, Physik
  • 1991,  Bert Sakmann mit Erwin Neher, Physiologie/Medizin
  • 2000, Herbert Kroemer, Physik

Der Medizin-Nobelpreis des Jahres 2013 ging an den gebürtigen Göttinger Thomas Südhof (l.), James Rothman und Randy Schekman. Sie erhielten die Auszeichnung für ihre Entdeckungen zu Transportprozessen in Zellen.

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Stefan Hell: „Ich habe ein physikalisches Problem in ein chemisches Forschungsthema umgewandelt“.

Den Nobelpreis für Chemie erhält in diesem Jahr der Göttinger Physiker Stefan Hell. Am 10. Dezember, dem Todestag von Stifter Alfred Nobel (1833-1896) wird der Preis vom schwedischen König in Stockholm verliehen. In der schwedischen Hauptstadt erwartet die Nobelpreisträger für Medizin, Physik,  Chemie und Literatur alljährlich ein einwöchiges Programm, das mit dem Luciafest am 13. Dezember endet: Die Nobel-Woche mit vielen Veranstaltungen, die die Preisverleihung ergänzen.

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