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Pressekonferenz mit Nobelpreisträger Stefan Hell

„Technische Probleme kann man überwinden“ Pressekonferenz mit Nobelpreisträger Stefan Hell

Der Nobelpreisträger für Chemie, Prof. Dr. Stefan W. Hell, sprach in der Pressekonferenz am Mittwoch, 8. Oktober, im Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen.

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Quelle: Pförtner/dpa

Göttingen. „Technische Probleme kann man überwinden“, sagte sich der Physiker Stefan Hell als er die STED-Mikroskopie entwickelte. Die Kritiker seiner Idee habe er ernst genommen, aber auch festgestellt, dass deren Einwände nicht haltbar waren. Der heute 51-jährige Wissenschaftler behielt Recht: „Irgendwann sind die Kritiker verstummt. Ja, und heute kann man es kaufen“ – die STED-Mikroskopie-Technologie.

Hell hat dafür am Mittwoch den Nobelpreis für Chemie erhalten. Das hat den Physiker überrascht, weil er und auch seine Kollegen am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen davon ausgegangen waren, dass er für den Nobelpreis für Physik, der dienstags bekannt gegeben wird, ausgewählt werden könnte.

Aber mit Hells STED-Mikroskopie ist die Untersuchung von lebenden Zellen und Molekülen möglich. „Moleküle sind ein topchemisches Thema. Das erklärt, warum es ein Chemie-Nobelpreis geworden ist“, erklärte Hell die Auszeichnung, die er am 10. Dezember, d  em Todestag von Alfred Nobel, in Stockholm erhalten wird.

Hell ist seit Dezember 1996 an dem Göttinger Forschungsinstitut der Max-Planck-Gesellschaft tätig. Hier habe man ihm den Freiraum und die Mittel gegeben, „ um zu zeigen, dass es funktioniert“.  Er geht davon aus, dass die STED-Mikroskopie dazu beitragen wird, Krankheiten besser zu erforschen und bekämpfen zu können. „Wir müssen verstehen, was in der Zelle abläuft, um Krankheiten zu verstehen. Wenn wir wissen, was schief gelaufen ist, können wir das auch ändern“ , sagte der Nobelpreisträger aus Göttingen.

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