Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Zehn Fragen an 100 Ehemalige der Georgia Augusta Thomas Oppermann (SPD)
Campus Themen Zehn Fragen an 100 Ehemalige der Georgia Augusta Thomas Oppermann (SPD)
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:15 05.11.2013
Thomas Oppermann Quelle: Hinzmann
Göttingen

Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

So provinziell es klingt, aber es war die Nähe zur Heimat: Nach zwei Semestern Germanistik in Tübingen und eineinhalb Jahren mit Aktion Sühnezeichen in New York wollte ich wieder in der Nähe von Elternhaus, Freundin und Sportverein sein.
 
 Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an…

…mein Zuhause. Ich lebe hier seit 1978 und genieße es. Warum? Extra Gottingam non vita est.
 
Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Mein 1. Staatsexamen und das anschließende Gefühl grenzenloser Freiheit.
 
Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Lieblingslokal: KAZ-Kneipe, Lieblingsort: Alter Botanischer Garten.
 
Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Prof. Ralf Dreier in der Rechtstheorie, Prof. Uwe Diederichsen als brillanter Didaktiker des Bürgerlichen Rechts.
 
Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Ich war immer unternehmungslustig, habe aber mein Lernprogramm als Jurastudent gnadenlos durchgezogen.
 
Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?

Ich würde wieder Germanistik und Jura studieren, hätte aber auch Lust auf Fächer wie Kunstgeschichte oder Altertumswissenschaften.
 
Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Nach Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“
 
Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?

Meine Studentenwohnung unterm Dach in der Bertheaustraße 29.
 
Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Studium fundamental betreiben. Politik, Sport und Spaß neben dem Studium nicht vernachlässigen.

Zur Person

Thomas Oppermann legte das Abitur an der Goetheschule in Einbeck ab. Anschließend studierte er Germanistik und Anglistik an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

Von 1976 bis 1978 war er bei der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in den USA tätig. Nach seiner Rückkehr nahm er ein Studium der Rechtswissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen auf, das er 1983 mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete.

Nach der Ableistung des Referendariats bestand er 1986 auch das zweite Staatsexamen und war danach bis 1990 als Richter am Verwaltungsgericht Hannover und später am Verwaltungsgericht Braunschweig tätig.

Von 1988 bis 1989 war er als Rechtsdezernent der Stadt Hann. Münden in die Kommunalverwaltung abgeordnet.Von 1990 bis 2005 gehörte er dem Landtag von Niedersachsen an. Hier war er von 1990 bis 1998 rechtspolitischer Sprecher und von 2003 bis 2005 wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Am 30. März 1998 wurde Thomas Oppermann als Minister für Wissenschaft und Kultur in die von Ministerpräsident Gerhard Schröder geführte Landesregierung von Niedersachsen berufen.

Nachdem die SPD bei der Landtagswahl 2003 ihre absolute Mehrheit verloren hatte und es zur Bildung einer Koalition aus CDU und FDP kam, schied Oppermann am 4. März 2003 aus der Regierung aus.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!