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Archäologen entdecken bislang unbekannte 19-Meter-Statue

Die Buddhas von Bahmijan Archäologen entdecken bislang unbekannte 19-Meter-Statue

Nachdem die Taliban im Jahr 2001 die weltberühmten Buddha-Statuen von Bahmijan in Afghanistan zerstörten, haben Archäologen genau an dieser Stelle eine bislang unbekannte Statue entdeckt.

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Unter den Trümmern der von den Taliban zerstörten Buddhas von Bahmijan fanden Archäologen den "schlafenden Buddha".

Quelle: afp

„Es war für uns alle ein glücklicher Moment, als wir die ersten Anzeichen entdeckten. So haben sich unsere jahrelangen Anstrengungen doch noch gelohnt“, sagt Fajes. Der „schlafende Buddha“ ist 19 Meter lang und lag geschützt in der Erde - nur dadurch entging er der Zerstörungswut der Taliban. Die Statue ist ein Zufallsfund. Eigentlich suchen die Altertumsforscher nach einer sagenumwobenen 300 Meter großen Buddhafigur, die der chinesische Mönch Xuan Zang im siebten Jahrhundert nach Christus in seinen Aufzeichnungen erwähnt hatte. Bereits vor 30 Jahren waren Archäologen dieser Statue auf der Spur, doch dann hatte die Machtübernahme der Taliban weitere Grabungen verhindert.

Kurz nach dem Sturz der Taliban Ende 2001 kehrten die Wissenschaftler nach Bamijan zurück. Doch statt auf den 300-Meter-Buddha stießen sie im September auf einen Daumen, einen Zeigefinger, die Handfläche, Teile der Arme, des Körpers und des Bettes, auf dem eine weit kleinere Figur lag. „Das ist der bedeutendste Fund, seitdem wir hier arbeiten“, sagt Abdul Hamed Dschalia, der in der Provinz Bamijan für archäologische Stätten zuständig ist. „Als Erstes entdeckten die Arbeiter einen Teil des Beines, aber da wussten sie noch nicht, was das war“, erzählt Dschalia. „Aber als sie dann mehr fanden, schrie Herr Fajes vor lauter Freude und rannte in unser Büro.“

„Wir haben nicht die ganze Statue gefunden, aber von den Einzelteilen können wir darauf schließen, dass sie 19 Meter lang ist“, sagt Fajes. Der Archäologe vermutet, dass arabische Eroberer im neunten Jahrhundert den Buddha beschädigten.

Jetzt ist der „Schlafende Buddha“ erst einmal wieder mit Erde zugedeckt. So soll er den strengen afghanischen Winter überstehen und keine Aufmerksamkeit bei Räubern erregen. Im nächsten Sommer wollen die Archäologen wieder nach Bamijan zurückkehren, um die Statue vollständig zu bergen und weiter nach dem 300-Meter-Buddha zu graben.

Unterdessen erinnern die Umrisse in der leeren Felsnische weiter an die Verheerungen der Taliban. 55 Meter hoch war die größere der beiden Statuen, genannt Salsal, 38 Meter maß die kleinere, Schahmama. Riesige Brocken der zerstörten Figuren liegen noch immer am Boden, dazwischen Granatenhülsen. Einen Monat lang hatten die Taliban gebraucht, um das in Fels gehauene Werk buddhistischer Pilger aus dem sechsten Jahrhundert zu vernichten - allen internationalen Protesten zum Trotz.

Afghanische, deutsche und japanische Archäologen versuchen, die Überreste zu erhalten in der Hoffnung, dass die Buddhas eines Tages rekonstruiert werden könnten. „Die Menschen in Bamijan wünschen sich, dass zumindest eine Statue wieder aufgebaut wird“, sagt Habiba Sorabi, die Gouverneurin der Provinz Bamijan. In Bamijan leben schiitische Moslems, die der Minderheit der von den Taliban verfolgten Hasara angehören. Sie hoffen, die rekonstruierten Figuren könnten Touristen in die bitterarme Region locken. „Aber die Zentralregierung will das nicht“, bedauert Sorabi, die einzige Frau an der Spitze einer Provinz. „Das ist eine Schande!“

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