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Geheimnis im Herzen der Milchstraße

Ein riesiges Schwarzes Loch Geheimnis im Herzen der Milchstraße

Im Zentrum unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, vermuten Forscher ein riesiges Schwarzes Loch. Direkt gesehen hat es aber noch niemand. Mit einem neuen Projekt möchten Astronomen jetzt zumindest den Schatten des Schwarzen Lochs abbilden.

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Quelle: dpa

Bonn . Das Weltall ist voller Löcher. Genauer gesagt voller Schwarzer Löcher. Das sind allerdings keine Löcher, wie du sie kennst. Es sind die Reste von Riesensternen, die erloschen sind. Sie haben unheimlich viel Masse und daher eine gigantische Anziehungskraft.

Diese Anziehungskraft ist so groß, dass nicht einmal das Licht aus ihnen entkommen kann. Deshalb heißen sie Schwarze Löcher. Und deshalb kann man sie auch nicht direkt sehen. Forscher wollen jetzt zum ersten Mal wenigstens den Schatten eines Schwarzen Lochs fotografieren.

Schwarze Löcher entstehen, wenn man viel Masse auf wenig Platz unglaublich stark zusammenpresst, erklärt der Experte Michael Kramer aus Bonn. Allein in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, gibt es viele Millionen solcher Schwarzen Löcher, schätzen Forscher. Und das Weltall ist voller Galaxien.

Sechs Jahre Daten sammeln

Die meisten Fachleute sind davon überzeugt, dass Schwarze Löcher existieren. "Doch tatsächlich hat noch niemand ein Schwarzes Loch sehen können", erzählt ein anderer Experte, der Heino Falcke heißt.

Im Zentrum der meisten Galaxien erwarten Astronomen besonders große Schwarze Löcher. So ein Schwarzes Loch vermuten Wissenschaftler auch im Herzen der Milchstraße. "Wir sehen Sterne, die um ein massives Objekt kreisen. Von den Bahnbewegungen können wir die Masse des zentralen Objekts berechnen", erklärt Michael Kramer.

"Wir wissen also, dass es ein dunkles, massives und kompaktes Objekt im Zentrum der Milchstraße gibt. Alles deutet auf ein Schwarzes Loch hin. Genau wissen wir es aber tatsächlich nicht. Daher wollen wir das Bild machen und unsere Vermutung bestätigen."

Anders als bei deiner Kamera ist so eine Aufnahme allerdings nicht auf Knopfdruck im Kasten. Sechs Jahre lang wollen die Forscher so Daten sammeln. Am Ende hoffen sie, ein Bild vom Schatten des Schwarzen Lochs zu haben.

dpa

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