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Umfassende Listen mit Projekten im Internet

Transparenz in der Forschung Umfassende Listen mit Projekten im Internet

Die finanzielle Förderung wissenschaftlicher Hochschulprojekte in Niedersachsen soll mittels Sponsorenlisten im Internet transparenter gemacht werden.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Nach den neuen "Leitlinien zur Transparenz in der Forschung" seien zum Stichtag 31. März Daten für mehr als 7500 laufende Vorhaben an allen Hochschulen nach einheitlichen Standards erfasst worden, teilte Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) mit.

Gemeinsam für mehr Transparenz

 „In einer Demokratie verbietet es sich, dass Hochschulen hinter verschlossenen Türen forschen", so Ministerin Heinen-Kljajić. Die niedersächsische Landesregierung und die Hochschulen des Landes setzen sich gemeinsam für mehr Transparenz ein. Erstmals sind umfassende Informationen nach landeseinheitlichen Standards zu laufenden Drittmittelprojekten an allen niedersächsischen Hochschulen im Internet veröffentlicht worden.

In den Listen werden Auftraggeber, Projekttitel, Laufzeit und Fördersumme genannt. Einige Hochschulen haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, zu Industrieprojekten lediglich abstrakte Daten zu liefern, da aus Gründen der Wettbewerbssituation mit dem Auftraggeber vertraglich Vertraulichkeit vereinbart wurde.

Drei Hochschulen (die TU Braunschweig, die Leibniz Universität Hannover und die Universität Osnabrück) haben insgesamt sechs laufende Vorhaben mit sicherheitstechnischem oder militärischem Bezug gemeldet. Das entspricht einem Anteil von 0,1 Prozent.

Unterstützung für die Wissenschaftler

Inzwischen haben alle niedersächsischen Hochschulen bis auf die Jade-Hochschule, die im Sommer nachziehen wird, Ethikkommissionen eingerichtet. Diese verstehen sich als Serviceeinrichtungen, die die Wissenschaftler auf Antrag bei der Bewertung ethischer Aspekte und Abschätzung der Forschungsfolgen unterstützen sollen.

Die Verpflichtung der Hochschulen zu Transparenz gilt grundsätzlich für alle Forschungsvorhaben. Mit den im vergangenen Jahr gemeinsam verabschiedeten „Leitlinien zur Transparenz in der Forschung" soll den Forschern selbst eine verlässliche Orientierung gegeben und ein ethischer Diskurs in der Gesellschaft über die Verantwortung von Wissenschaft angestoßen werden. chb

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