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Modedroge enthält Cannabinoide

Spice Modedroge enthält Cannabinoide

Das Bundeskriminalamt und das Rechtsmedizinische Institut der Uni-Klinik Freiburg warnen aufgrund neuer Testergebnisse vor dem Konsum der Modedroge Spice.

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Bei Weitem nicht so harmlos, wie es scheint: Spice.

Quelle: Ralf Decker

Gemeinsame Laboruntersuchungen hätten ergeben, dass - anders als bisher angenommen - eine chemisch leicht modifizierte Form des synthetischen Cannabinoids mit dem Namen CP-47,497 der Hauptwirkstoff der Droge sei, erklärte das BKA am Montag in Wiesbaden. Dieser Vertreter der so genannten nicht klassischen Cannabinoide weise Ähnlichkeiten mit dem Hauptwirkstoff der Cannabispflanze auf, besitze aber eine vielfach höhere pharmakologische Potenz.

Spice ist eine Mischung aus getrockneten Pflanzenteilen, die als Räuchermischung deklariert werden, tatsächlich aber als Ersatz für Cannabisprodukte Verwendung finden. Die starke Wirksamkeit sowie die ungleichmäßige Verteilung der Wirkstoffe in den Kräutermischungen bergen laut BKA das Risiko von Überdosierungen. Zudem müsse man von einem Suchtpotential ausgehen, das mindestens mit dem von Cannabis vergleichbar sei. Darüber hinaus bestehe eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung, da bei der Umsetzung der Wirkstoffe im Körper giftige und potentiell krebserregende Produkte gebildet würden.

Bislang war ein synthetischer Stoff mit dem Namen JWH-018 als einziger Wirkstoff von Spice genannt worden. Bei den Untersuchungen konnte dieser Stoff aber nur in einigen Proben in vergleichsweise niedriger Konzentration nachgewiesen werden. In anderen Spice-ähnlichen Kräutermischungen war JWH-018 dagegen als Hauptwirkstoff enthalten. Mit den Analysen wollen das BKA und die Freiburger Uni-Klinik das derzeit laufende Prüfverfahren des Gesundheitsministeriums unterstützen, an dessen Ende ein Verbot der Modedroge stehen soll.

afp

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