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Mückenplage zieht wieder an

„Mücke tobt überall“ Mückenplage zieht wieder an

Viel besser hätte das Jahr für Mücken nicht laufen können. Nach idealen Bedingungen im Frühjahr und Sommer zieht es die Tiere nun vermehrt in Häuser und Wohnungen.  „Es ist die Hölle“, klagt selbst eine Mückenexpertin. Allerdings: Ums Stechen geht es den meisten Tieren gar nicht mehr.

Suchen einen Ort zum Überwintern: Mücken.

Quelle: dpa

Berlin. Auch Steckmücken spüren, dass es Herbst wird. In großer Zahl fliegen die Plagegeister derzeit durch offene Fenster und Türen in Häuser - manche aber, ohne zu stechen.

„Die suchen keine Blutmahlzeit mehr“, erläuterte die Biologin Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) im brandenburgischen Müncheberg. Für begattete Hausmückenweibchen gehe es nun vielmehr um die Suche nach Orten zum Überwintern.

„Mücke tobt überall“

Im August und Anfang September sei bei Hausmücken traditionell die maximale Population erreicht, so Walther. Und nach diesem regenreichen Sommer gibt es besonders viele Exemplare: „Es ist die Hölle“, sagte die Mückenexpertin - noch nie habe sie im eigenen Haus so viele Mücken gehabt.

Nicht nur die Brandenburger seien betroffen – und ganz Deutschland stöhnten derzeit Menschen über Mückenplagen: „Letztendlich tobt derzeit überall die Mücke“, sagte Walther. 

Die Plage hatte sich angekündigt: Nach idealen Startbedingungen im Frühjahr hatten die vielen Regenfälle im Sommer für ideale Brutbedingungen gesorgt.

28 Mückenfamilien – nur drei stechen zu

Von den 28 Mückenfamilien, die in Deutschland vorkommen, stechen allerdings nur drei zu - Stechmücken, Kriebelmücken und Gnitzen - und dann auch jeweils nur die Weibchen. Sie benötigen die Proteine aus dem Blut für ihre Eibildung.

Allein die Familie der Stechmücken splittet sich allerdings in 50 Arten auf. Ebenso viele Arten gibt es bei Kriebelmücken, die ein wenig aussehen wie Fliegen. Sie kriechen Spaziergängern gern unter die Kleidung, um zuzustechen. Von den nur wenigen Millimeter großen Gnitzen gibt es sogar 300 Arten. Sie sind vor allem in der Dämmerung unterwegs und piksen gern nahe am Haaransatz.

Von dpa/RND/zys

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