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Probleme bei Mars-Mission

Leck verzögert Nasa-Projekt Probleme bei Mars-Mission

Die Erforschung des Mars bleibt problematisch. Seit 1960 sind etliche Missionen zum Roten Planeten gestartet - und viele davon gescheitert. Auch das Nasa-Projekt "InSight" steht unter keinem guten Stern.

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Quelle: dpa

Washington. Die Nasa hat eine ihrer prestigeträchtigsten Raumfahrt-Missionen zum Mars absagen müssen. Die US-Raumfahrtbehörde verschob das für März 2016 geplante Projekt "InSight" wegen Schäden an einem wichtigen Messinstrument für eine unbestimmte Zeit, wie sie mitteilte. Möglicherweise fällt das Projekt komplett aus. 

Das Gerät, das seismische Aktivität messen sollte, habe ein Leck entwickelt, das selbst in zwei Anläufen nicht repariert werden konnte. Eine rechtzeitige Reparatur bis zum geplanten Starttermin sei nicht möglich. Über einen neuen Termin für die unbemannte Mission zum Roten Planeten sei noch nicht entschieden worden. "InSight" galt als eine der vielsprechendsten Raumfahrt-Unternehmungen des kommenden Jahres. Sie sollte die innere Struktur des Planeten und geologische Prozesse erforschen. Das Messinstrument selbst habe gut gearbeitet, aber das für die Arbeit auf dem Mars nötige Vakuum sei immer wieder instabil gewesen. Ingenieure hätten drei Mal ein Leck festgestellt und jedes Mal geglaubt, es behoben zu haben. Als das Leck ein viertes Mal auftrat, hatten die Wissenschaftler nicht mehr genug Zeit für die Reparatur. Da bereits ein Großteil des 675-Millionen-Dollar-Budgets ausgegeben ist, könnte das Projekt jetzt auch an finanzielle Grenzen stoßen.

Das Scheitern von Mars-Missionen hat eine lange Geschichte. Schon 1960 waren Vorbeiflüge an dem Planeten von sowjetischen Raumsonden gescheitert, ehe 1964 die US-Sonde "Mariner" erste Aufnahmen lieferte. Obwohl es noch immer große Probleme bei Mars-Missionen gibt, haben die Nasa und andere Raumfahrtorganisationen inzwischen mehrere Sonden auf dem Planeten gelandet, die Daten liefern. Zu den erfolgreichen Projekten zählt auch der Rover "Curiosity".

dpa

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