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Elefantenjäger-Jäger fängt Wilderer Star der Szene

Mithilfe von DNA-Analysen kann der US-Biologe Samuel Wasser die Herkunft von geschmuggeltem Elfenbein genau bestimmen und so bei der Jagd auf Wilderer helfen. Ein Groß-Dealer ist so schon verurteilt worden - aber es bleibt ein Kampf von David gegen Goliath.

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Viel unterwegs: der Elefantenjäger Samuel Wasser.

Quelle: University of Washington (dpa)

Seattle/Washington. Schon vor dem Vortrag kommt die Warnung. „Versucht erst gar nicht, danach noch mit Samuel Wasser zu reden, er ist dann schon wieder auf dem Weg nach Thailand, Kenia und Tansania“, sagt eine Kollegin von Wasser, die den Biologen auf der diesjährigen weltgrößten Wissenschaftskonferenz AAAS in Washington vorstellt. „Er ist so ein globaler Forscher, wir sind wirklich froh, dass wir ihn für diesen Vortrag einfangen konnten.“ Der US-Biologe ist in der Szene ein Star, und das liegt an seinem brisanten Forschungsthema: Wasser geht mit DNA-Analysen gegen Elfenbeinschmuggel vor. Vor rund drei Jahren konnte mit seiner Hilfe einer der wohl umtriebigsten Elfenbeinschmuggler in Westafrika festgenommen werden.

Wasser erläutert bei dem Kongress, wie seine Arbeit zur Festnahme des Schmugglers führte. „Er hatte behauptet, das sei alles antikes Elfenbein aus Westafrika in seinem Lager, aber wir konnten nachweisen, dass es junges Elfenbein aus vielen verschiedenen Quellen ist“, sagt Wasser. „Er bekam die höchstmögliche Strafe in Togo: Zwei Jahre und eine hohe Geldstrafe. Unsere erste Verurteilung.“ Gerade arbeitet der Biologe von der University of Washington in Seattle intensiv an der nächsten.

Elfenbeinschmuggel ist nach Angaben von Artenschutzorganisationen mit einem Umsatz von rund drei Milliarden Dollar (2,7 Mrd Euro) pro Jahr die viertgrößte Kategorie im internationalen organisierten Verbrechen, nach dem Schmuggel von Drogen, Menschen und Waffen. 50 000 Elefanten werden nach Angaben von Wasser jedes Jahr in Afrika durch Wilderer getötet - „und das ist eine sehr konservativ berechnete Zahl“. 450 000 der größten Landsäugetiere der Welt seien in Afrika noch übrig geblieben, sagt Wasser.

Das Thema bewegt den Forscher, seit er in den 70er Jahren für seine Doktorarbeit im ostafrikanischen Tansania Paviane erforschte. „Ich war viel zu Fuß unterwegs und ständig begegneten mir Wilderer“, erzählt Wasser. „Ein Jahrzehnt lang habe ich das Schlachten immer mehr ansteigen sehen, bis zum Verbot 1989 durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen. Das hat die Wilderei gestoppt, aber dann zogen die Staaten ihre Hilfsgelder zurück. Gleichzeitig stieg die Nachfrage in China. Wassers Kampf beginnt mit Kot, den er schon vorher für seine Forschungen mit anderen Tieren genutzt hat. Nichts sei für Forscher leichter zugänglich und könne zur Beantwortung so großer Forschungsfragen genutzt werden, sagt Wasser.

Mithilfe von rund 2000 Elefantenkotproben von 81 Orten erstellten Wasser und sein Team eine DNA-Karte für ganz Afrika. Proben aus geschmuggeltem Elfenbein können sie nun mit dieser Karte abgleichen. „Wir können Stoßzähne von überall in Afrika nehmen und auf 50 Kilometer genau sagen, woher sie stammen, meistens sogar den genauen Wildpark.“

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