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Stürme beleben die Tiefen der Ostsee

Meeresforschung Stürme beleben die Tiefen der Ostsee

Die jüngsten Salzwasser-Einströme aus der Nordsee beleben die Ostsee bis in tiefste Schichten. Der Wasseraustausch mache sich selbst im schwedischen Gotlandbecken, mit 240 Metern eine der tiefsten Stellen der Ostsee, bemerkbar, sagte Michael Naumann vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Rostock-Warnemünde.

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Sturm bei Warnemünde: Für die Ostsee bringt der Wind auch Salz und Sauerstoff.

Quelle: lno

Rostock. Der Ozeanograph machte mit seinem elfköpfigen Team eine zweiwöchige Forschungsfahrt. Zwischen Kiel und Stockholm hatten die Forscher dabei an 88 Messpunkten Wasserproben genommen und analysiert. Überraschend sei dabei festgestellt worden, dass sich entgegen den Erwartungen das salzige Nordseewasser direkt auf den Boden gelegt habe und nicht nur in höheren Wasserschichten bleibe. Dies deute auf hohen Salzgehalt hin. Mit 13,8 Gramm pro Liter Wasser sei ein Wert registriert worden, den es seit 1951 nicht mehr gegeben habe, sagte Naumann.

 Der Salzgehalt der Ostsee fällt immer mehr ab, je weiter östlich man kommt. Nach Angaben Naumanns sorgen nach dem großen Salzwassereinbruch im vergangenen November die aktuelle Wetterlage und Starkwinde weiterhin dafür, dass Salzwasser aus der Nordsee bis weit in die Ostsee gelangt. Mit der höheren Salzfracht steige auch der Sauerstoffgehalt des Brackwassers der Ostsee. Die Forscher hoffen, dass sich mit dieser Veränderung auch wieder Fische und Pflanzen in der zentralen Ostsee ansiedeln, die als ausgestorben gelten. lno

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