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Zu wenig betriebliche Mitbestimmung

Studiengänge der Betriebswirtschaftslehre von Böckler-Stiftung untersucht Zu wenig betriebliche Mitbestimmung

Die betriebliche Mitbestimmung von Arbeitnehmern in Unternehmen wird nach einer von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie in Betriebswirtschaftslehre-Studiengängen nicht ausreichend behandelt.

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Im Auftrag der Stiftung wurden die Ausbildungsinhalte von mehr als 50 Studiengängen an 25 deutschen Hochschulen rekonstruiert.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Düsseldorf. Demokratische Beteiligung am Arbeitsplatz, Betriebsräte, Betriebsverfassung und kollektives Arbeitsrecht würden nicht völlig ausgeklammert, seien jedoch kein „grundsätzlicher Bestandteil“ der Lehrpläne, teilte die gewerkschaftsnahe Stiftung mit.

Im Auftrag der Stiftung wurden die Ausbildungsinhalte von mehr als 50 Studiengängen an 25 deutschen Hochschulen rekonstruiert, etwa durch die Analyse von Studienhandbüchern und sogenannten Modulhandbüchern. Wenn das Thema Interessenvertretung darin thematisiert werde, dann meist im Zusammenhang mit Arbeitsrecht, Personalmanagement und ethischer Unternehmensführung.

Die Veranstaltungen seien meist nicht verpflichtend, monierten die Forscher. Zudem sei die Art der Darstellung nach Angaben der Stiftung „überwiegend nüchtern“ und weise Mitbestimmungsgremien lediglich als „Rahmenbedingungen“ von Entscheidungsprozessen des Managements aus, gelegentlich sogar „direkt als Störfaktor oder Hemmschuh“.
Nur in den wenigsten BWL-Studiengängen werde Mitbestimmung dagegen „gestalterisch begriffen“.

Die beiden Autoren der Studie äußerten sich darüber besorgt: Ein Studium, das sich mit der Führung von Menschen befasse und zugleich die Frage nach demokratischen Prinzipien in Unternehmen zumindest mehrheitlich ausklammere oder als notwendiges Übel betrachte, „befördert ein Denken, das demokratischen Abstimmungen und Verhalten entgegensteht“.
  bro/ilo

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