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Adelebsen Adelebser Rewe-Markt wird neu gebaut
Die Region Adelebsen Adelebser Rewe-Markt wird neu gebaut
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00:20 11.02.2018
Zieht mit ihrer Postagentur vom Rewe-Markt ins Geschäft la flora: Asita Klages-Napp (l) mit Simone und Michael Emme.Caspar
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Adelebsen

Der Rewe-Markt in Adelebsen ist am Sonnabend, 17. Februar, zum letzten Mal geöffnet. Das Gebäude soll abgerissen werden. Im April beginnt der Bau eines größeren Rewe-Markts, der im November eröffnet wird. Die bisher im Markt ansässige Postagentur zieht an den Mühlenanger 52.

„Das vor mehr als 20 Jahren errichtete Gebäude ist nicht mehr zeitgemäß, ein Neubau überfällig“, meint Bodo Roßbach, der den Markt seit 2008 als selbstständiger Franchisenehmer geführt hat. Die Beleuchtung werde auf LED umgestellt. Die neuen Kühlmöbel verbrauchten deutlich weniger Strom. Der Neubau führe den 800 Quadratmeter großen Supermarkt mit dem 460 Quadratmeter großen Rewe-Getränkemarkt in einem Gebäude zusammen. Der Neubau werde über 1400 Quadratmeter Fläche verfügen.

„Das neue Gebäude steht parallel zum Pappelwäldchen“, kündigt Adlebsens Bauamtsleiter Markus Baran an. Der Lkw-Anlieferverkehr werde künftig hinter das Gebäude geführt, wodurch die Lärmbelastung für Anwohner deutlich zurückgehe. Das habe ein Schallschutzgutachten ergeben. Die Zahl der Parkplätze steige. Das dafür benötigte Grundstück habe die Gemeinde dem Projektentwickler, dem Regensburger Unternehmen Ratisbona Handelsimmobilien, verkauft. Für mehr Verkehrssicherheit sorge, das eine der beiden Zufahrten aufgegeben werde. Künftig sei das Grundstück nur noch über die Bahnhofstraße zu erreichen.

„Das Verfahren hat sich mehrere Jahre lang hingezogen“, sagt Bürgermeister Holger Frase (SPD). Bereits vor zwei Jahren habe die Gemeinde für Rewe den Bebauungsplan geändert. Die Planungen seien dann aber noch einmal vom Unternehmen verbessert worden, weswegen der Flecken das Verfahren noch einmal wiederholen müsse. Nach Eröffnung des Neubaus werde die Gemeinde den Bahnhofsvorplatz für 297.000 Euro umgestalten. Das fördere das Land mit 218.000 Euro.

Wer neuer Rewe-Chef in Adelebsen wird, steht noch nicht fest. „Mit 66 Jahren gehe ich in Ruhestand“, kündigt Roßbach an. Er liquidiere seine Firma. Den 16 Mitarbeitern, unter denen sich seine Frau, seine Tochter und seine Schwiegertochter befänden, habe er gekündigt.

Offen ist die Zukunft der Bäckerei- und der Fleischerei-Filiale im Markt. „Wir würden gerne wieder dabei sein“, betont Jan Philipp Gresens, der bei der Rosdorfer Bäckerei Ruch die Verwaltung leitet. Ein Supermarkt sorge für eine „gute Kundenfrequenz“. Die Gespräche mit Rewe liefen noch. Die beiden Vollzeitmitarbeiter würden nun im Februar in andere Filialen wechseln. Die von Adelebsen aus nächsten Ruch-Standorte seien in Dransfeld und Hardegsen.

Von „schwebenden Verhandlungen“, berichtet auch Silke Grischke von der Rosdorfer Fleischerei Grischke. Die vier bis fünf Mitarbeiterinnen, die in der seit 2009 in Adelebsen bestehenden Filiale würden nun an anderen Grischke-Standorten eingesetzt. Die von Adelebsen nächsten Filialen befänden sich in Dransfeld, Uslar und Nörten-Hardenberg.

Sicher nicht mehr im Rewe-Neubau wird Asita Klages-Napp mit ihrer Postagentur und Lottoannahmestelle vertreten sei. Sie zieht am Donnerstag, 15. Februar, in Simone Emmes Fachgeschäft für Floristik und Grabpflege, la flora, am Mühlenanger 52 um. Dort werden Klages-Napp wieder 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Sie sei nicht auf Laufkundschaft angewiesen. Ihre Kunden kämen gezielt, etwa um Päckchen abzuholen oder Bankgeschäfte zu tätigen. Wichtig seien ihnen Parkplätze vor der Tür.

„Wir erweitern jetzt“, kündigt der selbstständige Physiotherapeut Michael Emme an, der die ehemalige Gärtnerei Bertram 2014 gemeinsam mit seiner Frau erworben hat. Einen „fünfstelligen Betrag“ investierten sie am Mühlenanger.

Von Michael Caspar

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