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Adelebsen Vereinsmitglieder kämpfen für Bürgerbus
Die Region Adelebsen Vereinsmitglieder kämpfen für Bürgerbus
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00:23 05.04.2018
Quelle: GT
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Adelebsen

„Ich habe mir, nachdem ich von Älteren gehört habe, dass die Busverbindungen nicht gut sind, die Zeit genommen, um die Fahrpläne genau zu betrachten“, berichtete Rackebrandt. Dabei habe er festgestellt, dass die älteren Menschen im Flecken tatsächlich Schwierigkeiten haben, beispielsweise nach einem Arzttermin am Morgen wieder zurück nach Wibbecke zu kommen. „Die Lücken im Fahrplan sind genau in den Bereichen, in denen die Älteren den Bus nutzen würden“, sagte er. Aus seiner Sicht liege das Hauptaugenmerk der Verkehrsbetriebe auf der Schülerbeförderung. Außerdem habe er festgestellt, dass es in Adelebsen für die Menschen aus der Siedlung ein Problem seo, mit dem Bus zu fahren, weil es keine Haltestelle gibt.

Die vorhandenen Lücken mit einem Bürgerbus zu schließen, sei entstanden, weil es in Niedersachsen bereits mehr als 50 Bürgerbusvereine gebe, die zum Teil schon seit mehr als 20 Jahren aktiv seien, sagt Rackebrandt. Außerdem gibt es in Adelebsen das sogenannte Win-Win-Projekt zwischen Rathaus und Kirche des Inep-Institutes aus Oldenburg, und der Bürgerbusverein sei ein Teil des Projektes. „Der Bürgerbus ist auch ein Punkt auf der Agenda der Dorfregion von Erbsen, Lödingsen und Wibbecke“, sagte Rackebrandt. Doch stehe das Thema sowohl dort als auch beim Landkreis und dem Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen noch ganz am Anfang. „Von öffentlicher Seite wird es vermutlich noch einige Zeit dauern, bis sich da etwas bewegt“, sagte Rackebrandt.

Er selbst möchte allerdings nicht darauf warten, sondern weiterhin selbst aktiv bleiben, da jetzt das Interesse da sei. Beispielsweise hätten sich schon 25 potenzielle Fahrer für den Bürgerbus gemeldet, für die der Verein die Kosten der Eignungsprüfung und des Personenbeförderungsscheins übernehme. Das größte Problem des Vereins sei momentan die Finanzierung des Busses. Die Kosten für diesen betragen laut Rackebrandt 90000 Euro. „Das Land übernimmt 75 Prozent der Kosten. Den Rest müssen wir selbst finanzieren“, erklärte der Vereinsvorsitzende. Der ursprünglich geplante E-Bürgerbus sei in der Anschaffung rund 60000 Euro teurer. „Allerdings ist dort momentan auch die Reichweite einer Batterieladung für unsere Zwecke noch nicht ausreichend. Deshalb wollen wir mit einem Dieselfahrzeug starten und später wechseln“, sagte Rackebrandt. Um die Finanzierung sicherzustellen, wollen sie in den kommenden Wochen Unternehmen in der Region ansprechen und diesen ihr Projekt vorstellen.

Beim Bürgerbus sind Rackebrandt und seinen Mitstreitern mehrere Punkte wichtig. Beispielsweise soll er einen festen Fahrplan bekommen und die Haltestellen sollen möglichst so gewählt werden, dass Fahrgäste nur einen Fußweg von maximal 500 Metern zurücklegen müssen. „Wir wollen den Älteren mit dem Bürgerbus auch ermöglichen, selbst zu bestimmen, wann sie einkaufen wollen und nicht von Kindern oder Nachbarn abhängig zu sein“, sagte Rackebrandt. Deshalb hoffe er auf weitere Unterstützung aus der Bevölkerung. Der aktuelle Stand des Projektes soll am Dienstag, 17. April, um 18 Uhr in einem Workshop im Wintergarten der Diakonie in Adelebsen, Mühlenanger 7, vorgestellt werden. „Wir werden solange, wir sehen, dass es auch bei den öffentlichen Einrichtungen Fortschritte gibt, an unserem Projekt weiterarbeiten“, verspricht Rackebrandt.

Von Vera Wölk

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