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Bovenden 30 Jahre Wochenmarkt Bovenden
Die Region Bovenden 30 Jahre Wochenmarkt Bovenden
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00:29 06.04.2018
Gut besucht, auch nach 30 Jahren: der Wochenmarkt in Bovenden (Archivbild). Quelle: Christina Hinzmann
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Bovenden

„Ich gehöre zu den Marktbeschickern der ersten Stunde“, berichtet Uwe Oppermann von der gleichnamigen Barteröder Gärtnerei. Seit einem Jahr sei er auch Sprecher der rund 25 Standbetreiber. Von Anfang an gut angenommen sei der Markt. Er werde nicht nur von Bovendern, sondern auch von Bürgern der umliegenden Dörfer besucht. „Kunden kommen zudem aus Weende und Nörten-Hardenberg“, ergänzt Dieter Rabe, der von 1994 bis 2017 Marktsprecher war. Northeimer, die in Göttingen arbeiteten, machten auf der Rückfahrt in Bovenden Station.

Kostenlose Parkplätze

„Wir profitieren stark von den vielen kostenlosen Parkplätzen in der Nähe“, hebt Sprecher Oppermann. Die Kunden sparten so Geld und müssten mit ihren Einkäufen nicht weit gehen. Zum Vergleich: Das Parkhaus am Göttinger Wochenmarkt sei kostenpflichtig. In Münden müssten Kunden bis zum Parkplatz am Tanzwerder laufen. Da würden ihren „die Arme lang“.

Stammkunden kommen „bei Wind und Wetter“

Die „entspannte Stimmung“ auf dem „kleinen, gemütlichen Markt“ hebt Patrik Houdaert von der Fischerie Pat hervor. Seit 22 Jahren sei er dabei. Die Kollegen hätten ihn mit seinem Fischwagen zur Abrundung des Sortiments dazu geholt. „Es ist nie langweilig. Die Kunden sind sehr freundlich“, freut sich Fatemeh Hojjati, die an ihrem Stand La Picholine mediterrane Spezialitäten anbietet. Bereits „in Wochenendstimmung“ ließen sich die Einkäufer Zeit. „Die treuen Stammkunden, die ich zum Teil von Kindesbeinen an kenne, kommen bei Wind und Wetter“, berichtet Oppermann.

„Humane Standgebühren“

Der Marktsprecher lobt den Rat der Gemeinde für die „humanen Standgebühren“. Andere Orte verlangten mehr, was es für die Standbetreiber schwerer mache. Das sei einer der Gründe für das breite Sortiment in Bovenden. „Die Verwaltung unterstützt uns sehr“, ergänzt Rabe. Und schiebt nach: „Kleine Lichter können einem große Schwierigkeiten machen.“

Uneins über Öffnungszeiten

Eine gewisse Uneinigkeit herrscht unter den Standbetreibern hinsichtlich der Öffnungszeiten. Sie ist im Laufe der Jahre von 18 Uhr auf 17 Uhr verkürzt worden. Dafür beginnt der Markt nicht mehr um 14 Uhr, sondern bereits um 11 Uhr. „Ich habe früher zum Teil noch um 18.30 Uhr verkauft“, bedauert Fischhändler Houdaert. Nun blieben Kunden weg, die freitags nicht so früh Feierabend machen könnten. Eier- und Geflügelhändler Rabe sagt dagegen: „Wenn ich morgens um 8.30 Uhr mit dem Standaufbau beginne, warten bereits die ersten Leutchen.“

Feier mit Geschenken

Der Bovender Wochenmarkt feiert am Freitag, 6. April, 30-jähriges Bestehen. Die Marktbeschicker und die benachbarten Geschäfte kündigen zwischen 11 und 17 Uhr „kleine Aufmerksamkeiten“ an. Entstanden ist der Markt auf Initiative von Jörg Neumann, dem damaligen Filialleiter der Volksbank in Bovenden.

Neumann, der die ersten 25 Marktbeschicker fand, wollte mit dem Markt die Attraktivität des Einkaufszentrums am Rathaus steigern. Die Gemeinde holte die örtliche Werbegemeinschaft, heute „Wir im Plesseland“, mit dazu. Im März 1988 beschloss der Rat eine Marktordnung und eine Gebührensatzung. Da der erste Markttag, der 1. April, auf den Karfreitag gefallen wäre, wurde der Wochenmarkt bereits am 31. März mit 28 Ständen abgehalten.

Warteliste

„Seither ist freitags zwischen Rathaus und Südring der Bär los“, meint Lutz Kiefer, Bovendens Erster Gemeinderat. Der Markt stehe mit seinem „breiten Angebot“ dem in Göttingen nichts nach. Eine Warteliste mit 15 bis 20 Beschickern zeige die Bedeutung, die er auch für die Händler habe.

Nach dem Markt ins Eiscafé

„Der Markt hat eine ganz große Bedeutung auch für uns Einzelhändler in der Nachbarschaft“, betont Apotheker Martin Anschütz. Die Kundenfrequenz steige freitags deutlich. „Die Marktbesucher von auswärts machen auch bei uns am Feldtorweg Station“, berichtet Bettina Stiller vom Geschäft „Das Tierparadies“. „Viele Marktkunden kehren am Markttag bei uns ein“, sagt Christian Vujaklija vom Eiscafé Venezia.

Von Michael Caspar

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