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Bovenden Bürger stimmen für Göttinger Wasser
Die Region Bovenden Bürger stimmen für Göttinger Wasser
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00:19 28.09.2017
Im Rathaus in Bovenden hat am Montagmorgen die Auszählung der Einwohnerbefragung zum künftigen Trinkwasserversorgung begonnen. Quelle: Heller
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Bovenden

Fast 11500 Einwohner des Fleckens waren am Sonntag nicht nur zur Bundestagswahl aufgerufen. Ihre Meinung zu weichem oder hartem Wasser war ebenfalls gefragt - auch wenn auf dem Stimmzettel genau diese Begriffe nicht auftauchten.

Weil am Sonntagabend nach Schließung der Wahllokale die Auszählung der Bundestagswahl Vorrang hatte, hatten Rat und Verwaltung bereits im Vorfeld entschieden, dass die Einwohnerbefragung erst am Montag öffentlich ausgezählt werden soll. Zu Beginn der Auszählung waren noch keine Bürger ins Rathaus gekommen, um das mit Spannung erwartete Ergebnis unmittelbar mitzubekommen.

Die Frage auf den Stimmzetteln lautete: „Für welches Modell der Wasserversorgung im Flecken Bovenden durch die Gemeindewerke Bovenden GmbH & Co. KG sprechen Sie sich aus?“ Zur Auswahl standen zwei Antwortoptionen. Zum Einen der Bezug von Wasser von der Stadtwerke Göttingen AG, zum Anderen die Beibehaltung der bisherigen Wasserversorgung mit Bovender Wasser.

13 Uhr

Bürgermeister Thomas Brandes hat das Wahlergebnis verkündet und freute sich über die hohe Wahlbeteiligung mit 75,32 Prozent. Das spiegele das Interesse der Bovender Bürger an dem Thema Wasserversorgung wieder, sagte er. Es sein richtig gewesen, die Bürger in dieser Sachfrage einzubeziehen. Zufrieden mit dem Wahlausgang äußerte sich auch SPD-Fraktionsvorsitzender Thorsten Heinze. Die hohe Wahlbeteiligung und der Abstand von zehn Prozent im Ergebnis legitimiere nach Heinzes Auffassung den Wechsel zum Göttinger Wasser.

Enttäuschung hingegen bei FDP-Ratsherr Jan Risting und Hans Schäfer, Ratsmitglied der Freien Wähler. „Ich hätte mir ein anderes Ergebnis gewünscht“, sagte Schäfer.

12.45 Uhr

Das vorläufige Ergebnis der Einwohnerbefragung zur Wasserversorgung im Flecken Bovenden: Für Beibehaltung Bovender Wassers gab es 4025 Stimmen (44,75 Prozent) für Bezug von Göttinger Wasser stimmten 4923 Stimmen (54,74 Prozent).

Die letzte Urne wird ausgezählt. Inzwischen zeichnet sich auf den Stapeln eine Mehrheit für das Göttinger Wasser ab. Quelle: Heller

12.30 Uhr

Wahlvorstand Dirk Hunold hat zusammen mit dem Wahlhelferteam über die zunächst aussortierten Stimmzettel entschieden. Ein paar wenige wurden als gültig aufgenommen, 42 als ungültig festgelegt. Zwei Wähler hatten ihre gelbe Wahlbenachrichtigung für die Landtagswahl in den Umschlag der Einwohnerbefragung gesteckt. Sie werden den Wähkern wieder zugeschickt, sagte Hauptamtsleiterin Vetter.

Die Stimmzettel werden gerade noch einmal komplett gezählt, das Ergebnis dürfte in Kürze feststehen.

12.15 Uhr

Die letzte Urne wird ausgezählt. Inzwischen zeichnet sich auf den Stapeln eine Mehrheit für das Göttinger Wasser ab. Bei den ungültigen Stimmzetteln sticht einer mit Kommentar heraus: „30 Jahre für überflüssige Putzmittel/Entkalkungsanlagen und kaputte Elektrogeräte ist ausreichend.“

12 Uhr

Bei den Briefwählern liegt das vorläufige Ergebnis vor. 1207 Stimmen für Göttinger Wasser, 1010 Kreuzchen wurden für das Bovender Wasser abgegeben.

11.45 Uhr

Endspurt im Auszählmarathon. Im Sitzungssaal wurde die vorletzte Tonne geleert und die Wahlhelfer sichten, sortieren und zählen. Noch immer sind die beiden Stapel fast gleich hoch, ein klarer Vorsprung nicht in Sicht.

Unterdessen sind sämtliche Umschläge im Fraktionszimmer geöffnet und die Wahlhelfer haben mit der Auszählung begonnen. 50 Wahlumschläge wurden gar nicht erst zugelassen, weil zum Beispiel auf der Wahlbenachrichtigung die Unterschrift fehlte oder kein Stimmzettel eingesteckt worden war. „Diese werden als nicht abgegeben gewertet“, sagte Wahlleiterin Elke Vetter.

Unterdessen diskutierten die Wahlhelfer im Sitzungssaal darüber, ob der Stimmzettel mit Kreuz im Feld und Kommentar darunter ungültig ist. „Ist er“, entschied Wahlvorstand Dirk Hunold.

Zwischenzeitlich haben sich auch Bürgermeister Thomas Brandes (SPD) und Erster Gemeinderat Lutz Kiefer zu den Zählteams gesellt. „Beim Kirmesfrühstück in Lenglern fragten schon viele, wann es denn ein Ergebnis gibt“, sagte Brandes.

11.15 Uhr

Im Sitzungssaal haben die Wahlhelfer zehn von 14 Urnen geleert. Die Stapel für Göttinger Wasser und für Bovender Wasser sind annähernd gleich hoch. FDP-Ratsherr Jan Risting hat sich mittlerweile als Zuschauer dazugesellt. Auch er erwarte ein knappes Ergebnis, sagte er. Im Falle einer knappen Mehrheit für den Bezug Göttinger Wassers werde es im Gemeinderat sicher noch Diskussionen geben - vor allem innerhalb der Mehrheitsgruppe aus CDU, FWG, Grünen und FDP.

10.45 Uhr

Das Briefwahl-Zählteam schlitzt noch immer Umschläge auf. „Ist denn langsam ein Ende in Sicht?“, fragte Jugendpfleger Falk Staal, der diesem Wahlhelferteam zugeteilt wurde. Die Zahl der Grünen Umschläge in der Briefwahlkiste hat auf ein übersxhaubares Maß abgenommen.

Erster und bislang einziger Zuschauer der Auszählung war Thorsten Heinze, SPD-Fraktionschef im Bovender Gemeinderat. „Das wird eine knappe Entscheidung“, sagte er.

Zehn Stimmzettel zuviel: Überprüfung des Zählergebnisses auf Plausibilität auf der Briefwaage. Quelle: Eichner-Ramm

10.15 Uhr

Bei der Auszählung der Reyershäuser Stimmzettel stellten die Wahlhelfer eine Differenz zwischen Stimmzetteln und abgehakten Wählern in der Liste aus dem Wahllokal fest. Auch nachdem nachgezählt und mit der Liste verglichen wurde, blieb der Überhang von zehn Stimmzetteln. Mithilfe einer Briefwaage wurden die Stapel gewogen und das Zählergebnis auf Plausibilität überprüft. Es blieb dabei -zehn Stimmzettel waren zuviel...

9.45 Uhr

Unterdessen hat das Wahlhelferteam im Fraktionszimmer mit dem Öffnen der grünen Briefwahlumschläge begonnen - 2271 Wahlbriefe insgesamt. Den grünen Umschlägen werden die Wahlbenachrichtigungen und der gelbe Wahlumschlag entnommen. Auch hier haben die Wahlhelfer auf dem Tisch Haufen gemacht: der Stapel der Benachrichtigungsscheine ist bereits kontinuierlich angewachsen, die gelben und grünen Umschläge landen in einer Kiste und die gelben Stimmzettel in einer blauen Tonne, die zur Wahlurne umfunktioniert wurde. Erst wenn alle Briefwahlumschläge geöffnet sind, werden die Stimmzettel sortiert und gezählt.

Im Sitzungssaal arbeiten die Wahlhelfer inzwischen fleißig und konzentriert den Inhalt der Tonnen drei und vier ab - eine weitere aus dem Kernort Bovenden und die Urne aus Reyershausen. Ein Trend scheint noch nicht abzusehen. Bürger, die der Auszählung beiwohnen wollen, sind bisher nicht dabei.

9.30 Uhr

Zwei blaue Tonnen sind bereits geleert. Die Wahlhelfer haben etwa 1000 gelbe Stimmzettel entfaltet und auf jeweils drei Stapeln vorsortiert. Göttinger Wasser, Bovender Wasser und ungültig.

Von Britta Eichner-Ramm

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