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Bovenden Keine Einigung bei Baugebiet
Die Region Bovenden Keine Einigung bei Baugebiet
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10:28 22.02.2018
„Wir müssen jetzt in die Reihe kommen“: Bovendens Ortsbürgermeister Werner Hungerland zum Wohngebiet im Dannensee. Quelle: Peter Heller
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Bovenden

Auch Wege und kleinere Plätze sollen Anwohner im Wohngebiet Dannensee anlegen dürfen, meinten die Politiker während einer gemeinsamen Sitzung im Rathaus. Die vorhandene, elf Meter breite Grünfläche solle sich an das angrenzende Neubaugebiet anpassen. Es nimmt den Anwohnern die bisher freie Sicht auf die Felder. „Wir müssen jetzt in die Reihe kommen“, erklärte Bovendens Ortsbürgermeister Werner Hungerland (CDU). Bald beginne der Frühling. Die Bürger wollten ihre Gärten bestellen.

Keine Einigung konnte der Ausschuss bei den Konzeptvarianten für das Baugebiet erzielen, das in Lenglern an der Stralsunder Straße geplant ist. Die SPD wünscht sich eine Erschließung über die Spandauer Straße. Die Gruppe CDU, Freie Wähler, FDP und Grüne lehnt das ab. Die Spandauer Straße sei schon jetzt morgens stark belastet, weil dort der Verkehr zum Kindergarten entlang führe, erläuterte Jan Heinrich Risting (FDP). Künftig könne es dort zu einem „Verkehrschaos“ kommen. Die Gruppe ziehe es daher vor, das Baugebiet über eine neu anzulegende Zuwegung von der Brandenburger Straße aus zu erschließen.

„Das hat den Nachteil, dass zusätzliche Flächen versiegelt werden, die Bauplatzkosten steigen und Fläche verloren geht, die für die Errichtung von zwei Gebäuden mit Mietwohnungen vorgesehen ist“, führte der Ausschussvorsitzende Jost Degenhardt (SPD) aus. Insbesondere die beiden Mietwohnungsgebäude lägen den Sozialdemokraten am Herzen.

Bürgermeister Thomas Brandes (SPD) überraschte den Ausschuss, als er von weiteren, bisher nicht bekannten Entwürfen der zuständigen Planungsgruppe Puche berichtete. Das Büro habe sie nach der bereits im Ortsrat kontrovers verlaufenden Diskussion erstellt. Der Ortsrat will sie sich nun während seiner Sitzung im März vorstellen lassen. Der Bau- und Umweltausschuss berät dann im April erneut über das Thema. Die Niedersächsische Landgesellschaft, die die Erschließung übernimmt, hat das Grundstück zwischenzeitlich erworben.

Göttinger untersuchen Wirtschaftsstandort Dorf

Um „Perspektiven für den Wirtschaftsstandort Dorf“ geht es in einem Forschungsprojekt, dass die Göttinger Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in den kommenden zwei Jahren durchführt. Sie wollten, erklärte Mitarbeiterin Sandra Lindemann, am Beispiel von drei Kommunen, Bevern, Bovenden und Katlenburg-Lindau untersuchen, wie sich Wohnen und Arbeiten an einem Ort wieder zusammenführen lasse. „Wir müssen nichts bezahlen, die Wissenschaftler machen die Arbeit und zeigen uns am Ende vielleicht Lücken auf, die wir bisher nicht gesehen haben“, freute sich Ortsbürgermeister Hungerland. Im März wollen die Forscher in Bovenden mit Befragungen von Bürgern beginnen.

Einstimmig empfahl der Ausschuss – nach Abwägen von Einwänden – dem Rat den Beschluss der Satzung für den Bovender Bebauungsplan „Am Steffensberge“. Auch eine Änderung der Friedhofs- und der Friedhofsgebührensatzung wurde ohne größere Diskussion beschlossen. Dort findet nun auch die im vergangenen September fertiggestellte Urnenwandanlage des Friedhofs in Lenglern Berücksichtigung.

Von Michael Caspar

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