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Bovenden Mit Netzwerken gegen die Landflucht
Die Region Bovenden Mit Netzwerken gegen die Landflucht
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19:25 03.05.2017
Quelle: r
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Bovenden

Delegationen von Jugendeinrichtungen aus Deutschland, der Ukraine, Weißrussland und Rumänien waren auf Einladung der Ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen (LEB) und der Ländlichen Heimvolkshochschule (HVHS) Mariaspring nach Bovenden gekommen. Ursprünglich war geplant, ein Projekt zum Thema „Flüchtlinge im ländlichen Raum“ zu entwickeln, doch die Projektarbeit führte in eine andere Richtung, erklärte Cornelia Lüer-Hempfing, Regionalleiterin der LEB.

„Wir haben die Probleme in den einzelnen Ländern diskutiert. Dabei ist uns aufgefallen, dass diese Probleme ganz unterschiedlicher Natur sind“, erklärte sie. Im Laufe der Gespräche sei schnell klar geworden, dass die rumänischen, weißrussischen und ukrainischen Projektteilnehmer ganz unterschiedliche Erfahrungen im Umgang mit der Integration von Flüchtlingen gemacht haben. So sei es schwierig gewesen, sich auf eine Herangehensweise zu einigen.

Ein gemeinsames Problem habe sich trotzdem herauskristallisiert: Landflucht.

Vor allem junge Menschen ziehe es immer mehr in die Städte, berichtete Joan Nicodin von der rumänischen Organisation „Impreuna Ineu“. Seine Einrichtung kümmert sich um Bildung und Integration von Minderheiten wie Sinti und Roma sowie von benachteiligten Kindern. „Wir wollen junge Leute mit unterschiedlichen Tätigkeiten im ländlichen Raum wieder einbinden“, sagte Nicodin. Der ländliche Raum müsse gestärkt werden, betonte die ukrainische Teilnehmerin Inna Tarasiuk von der Organisation „YMCA“.

Diesem Problem sollen künftig Jugendcamps, die jährlich abwechselnd in den osteuropäischen Ländern ausgerichtet werden, entgegenwirken. Außerdem seien regelmäßige Netzwerktreffen, die abwechselnd von den teilnehmenden Ländern organisiert werden, beschlossen worden. Noch dazu arbeiten die Einrichtungen weiter vor Ort an unterschiedlichen Projekten. „Bei diesem Thema ist es wichtig, sich breit aufzustellen. Ein regelmäßiger Austausch ist dabei sehr wichtig“, hob der Leiter von Mariaspring, Boris Brokmeier, hervor.

Von Alisa Altrock

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