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Bovenden „Wir sind hartnäckig in Bovenden“
Die Region Bovenden „Wir sind hartnäckig in Bovenden“
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00:17 18.01.2017
Bürgermeister Thomas Brandes (SPD) Quelle: HW
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Bovenden

Viel Beifall erntete Brandes mit seinem weltpolitischen Schlenker, als er über den künftigen US-Präsidenten Donald Trump sagte: "Ich halte ihn für völlig irre und gefährlich.“ Im Mittelpunkt der Rede des Bürgermeisters standen aber die Dinge, welche die Bovender unmittelbar bewegten.

In Bildung und Betreuung investiert

Unter dem Stichwort Bildung und Betreuung nannte Brandes die Oberstufe an der IGS Bovenden, für die noch in diesem Monat die Genehmigung der Landesschulbehörde erwartet werde. Viel Geld habe und werde die Gemeinde in die Kinderbetreuung investiert. Mit dem geplanten Bau der neuen Kindertagesstätte am Wurzelbruchweg stünden „voraussichtlich Ende des Jahres im Gemeindegebiet 150 Plätze in zehn Krippengruppen für die Kleinsten zur Verfügung“, sagte Brandes. Damit habe der Flecken Bovenden eine Betreuungsquote von rund 70 Prozent für die Ein- bis Dreijährigen.

Kreis soll Investitionshilfeprogramm weiterführen

An die Adresse der Kreistagsabgeordneten im voll besetzten Saal des Bürgerhauses richtete Brandes die Aufforderung, das Investitionshilfeprogramm weiterzuführen. Brandes: „Gemeinden, wie der Flecken Bovenden, die konsequent und zukunftsgerichtet in die Erneuerung der Infrastruktur investieren, sind auf eine Unterstützung dringend angewiesen.“

"Wir wollen jetzt auch den Lückenschluss"

„Wir sind hartnäckig in Bovenden“, betonte Brandes und erinnerte an den im vergangenen Jahr „endlich“ begonnenen Bau des Radweges Emmenhausen-Lenglern, der bis Ende 2017 fertig sein soll. „Wir wollen jetzt auch den Lückenschluss zwischen Bovenden und Lenglern bekommen“, formulierte der Bovender Bürgermeister. In Gesprächen mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sei vereinbart worden, „aufgrund personeller Engpässe dort die Planung gegen Kostenfinanzierung selbst zu übernehmen“.

Die Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD) und Fritz Güntzler (CDU) während des Empfangs

Hohe Nachfrage nach Bauplätzen, Bedarf für Mietwohnungen

Bovenden sei eine von nur zwei Gemeinden in den Landkreisen Northeim, Göttingen und ehemals Osterode, für die die NBank „einen mehr als doppelt so hohen Bedarf an Neubauten im Wohnungsbau ausweist, wie tatsächlich gebaut wird“. Steigende Nachfrage nach Bauplätzen gebe es nicht nur in Bovenden sondern auch in den sieben Ortsteilen. Ob und wo weitere Baugebiete ausgewiesen werden, damit müssten sich Rat und Verwaltung in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen, sagte Brandes. Gleiches gelte auch für den „Bau von bezahlbaren Mietwohnungen“.

"Können uns keinen Stillstand leisten"

Brandes umriss die geplanten Investitionen in diesem Jahr in die Infrastruktur, etwa in den Bau der neuen Kita in Bovenden oder der neuen Fahrzeughalle für die Feuerwehr Billingshausen. Das gehe nicht ohne eine erhebliche Neuverschuldung, sagte er. Aber um das Betreuungs- und Bildungsangebot aufrecht und die „Verkehrswege und Gebäude in Schuss zu halten, können wir uns keinen Stillstand leisten“.

Das Thema „hartes Wasser“ werde nach wie vor in der Bürgerschaft und den Ratsfraktionen diskutiert – wieder in der nächsten Ratssitzung am 3. Februar. Brandes erwartet, so sagte er, dass die Ratsfraktionen mehrheitlich eine erneute Bürgerbefragung beschließen werden“.

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