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Dransfeld Badespaß mit Vierbeinern
Die Region Dransfeld Badespaß mit Vierbeinern
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07:49 01.10.2018
Zum Ende der Freibadsaison hat das Freibad Dransfeld zum Hundeschwimmen eingeladen. Quelle: Ballhaus
Dransfeld

Mehr als hundert Vierbeiner und ihre Besitzer haben am Sonntag am zweiten Hundeschwimmen im Erlebnisbad Dransfeld teilgenommen. Bei zwölf Grad Wasser- und 16 Grad Außentemperatur wurde das Ende der Badesaison feuchtfröhlich gefeiert.

Zehn Minuten nach Beginn tollen bereits die ersten Hunde über die Wiesen, planschen die ersten Vierbeiner im Wasser. Viele sind aufgeregt bei so vielen pelzigen Spielkameraden. Ein erstes vorsichtiges Schnuppern, und schon jagen sich Groß und Klein über die Wiesen und am Beckenrand entlang. Binnen einer Stunde füllt sich das Freibad mit mehreren Dutzend Hunden, wobei erstaunlich wenig Gebell zu hören ist: Fast alle Vierbeiner sind entspannt und genießen sichtlich die Freiheit und den Spaß, die das Hundeschwimmen ihnen ermöglicht.

Im vergangenen Jahr haben Schwimmmeister Matthias Corde und seine Helfer zum ersten Mal Hunde zum Saisonabschluss eingeladen. 130 Tiere waren da, am Sonntag liegen 150 Leckerlitüten zur Begrüßung bereit. „Es hat letztes Jahr so viel Spaß gemacht. Die Nachfrage war auch da, die Leute fanden es ganz toll”, erzählt Corde.

Idee aus

dem Internet

Auf die Idee zum Hundeschwimmen ist er im Internet gestoßen. Viel vorbereiten muss er nicht: „Das ist ein Selbstläufer“, sagt der Schwimmmeister. Am 7. September waren die letzten Badegäste im Erlebnisbad Dransfeld, danach hat Corde die Heizung ausgestellt. Wichtig ist der zeitliche Abstand von mindestens zwei Wochen. In der Zeit entweicht das Chlor dem Wasser, sodass Hundebesitzer ihre Lieblinge unbesorgt darin herumtollen lassen können.

„Wie beim Menschen auch, reizt das Chlor die Schleimhäute der Hunde. Labradore zum Beispiel sind Wasserhunde. Sie trinken viel. Das könnte bei Chlorwasser zu Durchfall führen”, erklärt Tierärztin Ulrike Scupin. Sie unterstützt das Hundeschwimmen ehrenamtlich. Damit unter den Hunden keine Krankheiten weitergegeben werden, überprüft sie die Impfpässe aller Hunde. Wer keinen hat, wird nach Hause geschickt: Die Gesundheit der Vierbeiner steht für Scupin an erster Stelle.

Während manche Hunde wieder und wieder wagemutig ins Wasser springen, ist anderen das kühle Nass noch nicht ganz geheuer. Baloo, der mit seinen 13 Monaten schon zu den größeren der Freibadgänger gehört, ist noch nie geschwommen. Der spanische Mastiff-Mischling läuft aufgeregt ums Schwimmbecken und traut sich schließlich doch neugierig auf die Sprudelbänke, auf denen er im Wasser herumtollt, ohne schwimmen zu müssen. Sein Frauchen Annette Justus hat Baloo von einer Tierschutz-Organisation vermittelt bekommen, genau wie ihre anderen drei: ein Nackthund und zwei Dreibeiner. Die sind allerdings zu Hause geblieben – für sie wären das Schwimmen und der Trubel mehr Stress als Freude.

Hundeschwimmaktionen wie die im Erlebnisbad Dransfeld gibt es in ganz Deutschland. Um mehr Freibäder anzuregen, ihr Badewasser am letzten Tag ihrer Badesaison für Vierbeiner freizugeben, betreiben Thomas Hinze und Christian Rerop aus Berlin die Initiative #hundimfreibad. Sie unterstützen Freibäder bei der Organisation eines Hundeschwimmtags mit Informationen und beantworten Fragen von Hundebesitzern. 2017 hat es ihren Angaben zufolge mehr als 200 Hundeschwimmtage gegeben. „Bevor das Wasser der Freibäder abgelassen und die Becken winterfest gemacht werden, sollen unsere Hunde für einen Tag und einen guten Zweck baden dürfen“, fordern Hinze und Rerop auf ihrer Internetseite hundimfreibad.de. Dort kann jeder nach Veranstaltungen in seiner Nähe suchen oder Freibäder für die Aktion vorschlagen.

Von Katharina Meyer

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