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Dransfeld Vorbereitungen für 700-Jahr-Feier
Die Region Dransfeld Vorbereitungen für 700-Jahr-Feier
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14:52 12.10.2017
Postkarte von Löwenhagen am Bramwald aus dem Jahr 1964. Quelle: r
Löwenhagen

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Löwenhagen in der Samtgemeinde Dransfeld stammt aus dem Jahr 1318. Ein neu gebildeter Festausschuss plant für das kommende Jahr die Feierlichkeiten zum 700-jährigen Ortsjubiläum. Ein Highlight soll die Dorfchronik werden, woran zurzeit gearbeitet wird.

Ende des 19. Jahrhunderts war Löwenhagen sogar Kurort. Darüber soll ebenso berichtet werden wie über die Entstehung und Entwicklung des Ortes. Die kleine Arbeitsgruppe, zu der Gitta Lipinski, Manfred Weber und Matthias Freter gehören, will zudem ein großes Augenmerk auf die Bewohner, ihre Sitten und Bräuche, Feste, lustige und ernste Anekdoten legen. Dabei wollen die Autoren auch die Entwicklung der Infrastruktur in den vergangenen Jahrhunderten und die Arbeit im Ort betrachten.

Fragen, wer das erste Auto hatte, wann es Elektrizität und einen Wasseranschluss gab, aber auch, wer den ersten Computer, den ersten Internetanschluss oder das erste Handy hatte, sollen beantwortet werden. Neben den heute noch verfügbaren Informationen aus vergangenen Tagen sollen auch die Einwohner Löwenhagens zu Wort kommen und mit ihren Erzählungen und Erinnerungen am Inhalt der Chronik beteiligt werden. Und es soll den künftigen Generationen die Möglichkeit gegeben werden, die Chronik in den kommenden Jahren fortzuführen.

Ein Datum für die Feierlichkeiten zum Ortsjubiläum steht schon fest: Am Wochenende, dem 16. und 17. Juni 2018 sollen zahlreiche Veranstaltungen die Bewohner des Ortes zusammenbringen. Zum Festausschuss gehören Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, der Kyffhäuser Kameradschaft, der Realgemeinde und der Familie von Stockhausen, die nun mit den Planungen für die beiden Festtage beschäftigt sind.

In einer lockeren Gesprächsrunde haben sich bereits Matthias Freter, Reinhold Wasmuth, Udo Schäfer, Manfred Weber, Rolf Eberwien, Dirk Kämmerer und Walter Temme getroffen, um ihr Wissen über ihren Heimatort zusammenzutragen und aufzuschreiben. „Vor zwanzig Jahren haben wir schon gesagt, dass wir uns mal zusammensetzen und alles aufschreiben müssen. Leider hat das bislang nicht geklappt und viele sind inzwischen verstorben, deren Wissen nun nicht mehr vorhanden ist“, erläuterte Eberwien.

Um das Wissen um den Ort zu bewahren, sollten noch weitere solcher Gesprächsrunden stattfinden. Interessierte, die sich mit ihren Kenntnissen, weiteren Bildern, Fotos oder anderen Belegen einbringen möchten, können sich an die Mitglieder der Arbeitsgruppe, Gitta Lipinski, Manfred Weber und Matthias Freter, wenden. Das Team will alle Informationen bündeln, erfassen, sortieren und daraus die Chronik erstellen.

Löwenhagen liegt heute an der Deutschen Märchenstraße. Noch auf die Zeit vor der ersten urkundlichen Erwähnung geht der karolingische Kirchenbau zurück. Im Jahr 1622 erhielt Löwenhagen eine eigene Pfarrstelle. Die heutige Kirche, die dritte in der Geschichte Löwenhagens, wurde 1792 errichtet. Im Jahr 1333 hat Albert von Stockhausen seine Besitzungen in Löwenhagen an das Kloster Bursfelde verkauft. Das 1904 errichtete Herrenhaus derer von Stockhausen ist heute Sitz der Stockhausenschen Forst- und Schlösserverwaltung. Seit der Verwaltungsreform im Jahr 1973 gehört Löwenhagen zur damals neu gegründeten Gemeinde Niemetal, die wiederum Teil der Samtgemeinde Dransfeld im Landkreis Göttingen ist.

Von Claudia Nachtwey

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