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Dransfeld Künstler Peter Dimke stellt Arbeiten vor
Die Region Dransfeld Künstler Peter Dimke stellt Arbeiten vor
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08:00 08.10.2018
Der Künstler Peter Dimke vor einigen seiner Collagen. Quelle: Garben
Dransfeld

Vor vier Jahren hat Peter Dimke die Alte Schule in Dransfeld gekauft, um dort eine Mischung aus Museum, Atelier und Ausstellungsräumen zu schaffen. Nun sind die wichtigsten Renovierungen am Haus abgeschlossen und der Künstler gab am Sonntagvormittag einen ersten Einblick in seine Arbeiten.

Das Untergeschoss könne für Veranstaltungen, als Fotostudio, für Vorträge, Musik oder Ausstellung genutzt werden, erklärte Dimke den Gästen, die an diesem Vormittag seiner Einladung gefolgt waren. Er stelle sich eine Kombination aus bildender Kunst und Musik vor. Aber man müsse schauen, „wie man die Menschen erreicht“, sagte Dimke. Er habe allerdings nicht vor, eine Art Begegnungsstätte oder Kunstquartier einzurichten. Veranstaltungen würden vermutlich nur einmal monatlich ausgerichtet werden.

Im Obergeschoss befindet sich die „Kunst + Wunderkammer“, eine Art Museum, wie Dimke erklärt, das nach Absprache besucht werden könne. Dort stellt er einige seiner 140 großleinwandigen Collagen aus, die er seit 2002 angefertigt hat. Sie sind so arrangiert, dass sie im Kontrast zu gekauften Kitschobjekten wie goldenen Engeln, grünen Plüsch-Tannenbäumen oder bunten Frisbees stehen, sagt Dimke.

Seine Collagen seien weder „schöne Bilder“ noch einfache Reproduktionen namhafter Künstler. Meist reflektiere er in seinen Arbeiten die Werke von einem oder mehreren Künstlern, denen er eigene Elemente hinzufüge. Den bekannten Marylin-Monroe-Siebdruck von Andy Warhol beispielsweise hat Dimke auf eine Leinwand projiziert, aufgemalt und mit Tintenzeichnungen, die durch wiederholtes Fotokopieren eine besondere Struktur erhalten haben, ergänzt.

Fotograf für Spiegel und Stern

Eigentlich komme er aus dem Bereich der Fotografie, habe unter anderem für den Stern und Spiegel gearbeitet und war Dozent für Fotografie und visuelle Kommunikation, erzählt Dimke. Zurzeit arbeitete er auch an Fotocollagen, bei denen er mithilfe von Photoshop Motive aus ihrem ursprünglichen Kontext heraus nimmt und neu arrangiert. Manchmal braucht Dimke für eine Collage nur drei Stunden, in anderen Fällen dauere es Wochen oder er bearbeite die Werke Jahre später noch einmal, weil sich das Ergebnis nach wie vor nicht richtig anfühlt, erzählte er.

Die Kombination aus Arbeit und Wohnen in der etwa 400 Quadratmeter großen Schule, versteht der promovierte Kunstwissenschaftler, der sich selbst als Konzeptkünstler bezeichnet, als „Installation, die ins Leben, in die Welt hineingreift“. Bis vor Kurzem hat der 77-Jährige in Berlin gelebt und gearbeitet und dort ein ähnliches Projekt betrieben. Doch seit einiger Zeit habe es ihn zurück ins Weserbergland gezogen. Dransfeld habe er bereits gekannt, weil er als Kind des Krieges wegen von 1943 bis 1946 bei seiner Großmutter in Barterode gelebt habe.

Dransfelds Bürgermeister Carsten Rehbein ist froh, dass das Haus an jemanden übergeben wurde, der „etwas herstellt und der Öffentlichkeit zugänglich macht“, denn mit dem historischen Gebäude seien für die Dransfelder viele Erinnerung verbunden.

Von Nora Garben

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