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Dransfeld Anpassung der Kita-Ermäßigung bei Geschwisterkindern
Die Region Dransfeld Anpassung der Kita-Ermäßigung bei Geschwisterkindern
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10:00 27.06.2018
Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers Quelle: Christina Hinzmann
Imbsen

„Dransfelder Eltern sollen höchsten den anderthalbfachen Beitragssatz für die Betreuung ihrer Kinder zahlen – diese Politik verfolgen wir seit Jahren“, erklärte Bürgermeister Mathias Eilers (SPD) während der Sitzung des Samtgemeinderats im Dorfgemeinschaftshaus in Imbsen. Das Problem: Bisher zahlten Eltern für das zweite Kind den halben Satz und für jedes weitere Kind keinen Beitrag – egal ob für das ältere Kind ein Beitrag zu entrichten sei oder nicht.

Einnahmeausfälle würden steigen

„Eigentlich hätten wir die redaktionelle Klarstellung schon mit der Einführung der Beitragsfreiheit für das dritte Kindergartenjahr einführen müssen“, meinte Eilers. Mit der sich nun abzeichnenden Beitragsfreiheit für alle drei Kindergartenjahre, wie sie die Landesregierung anstrebe, würden die Einnahmeausfälle allerdings deutlich steigen.

Belastung der Eltern steigt um insgesamt 27 000 Euro

Der Bürgermeister räumte auf Nachfrage der CDU ein, dass Eltern mit der Änderung insgesamt um rund 27.000 Euro pro Jahr mehr belastet würden als bisher. Da sie dann aber für zwei zusätzliche Kindergartenjahre keine Beitrage zahlen müssten, ständen sie am Ende deutlich besser dar als derzeit. Der Rat beschloss die Änderung mit den Stimmen der SPD.

Gleicher Satz bei Krippenkindern

Die Ratsmitglieder entschieden zudem, dass Eltern für alle Krippenkinder den gleichen Satz zahlen müssen. Bisher gibt es unterschiedliche Sätze, je nachdem ob die Kleinen in einer Krippen- oder einer altersübergreifenden Gruppe betreut werden. Das ist aus Sicht der Verwaltung nicht gerechtfertigt, da der Betreuungsaufwand für Kinder unter drei Jahren gleich hoch sei. Für die 13 Kinder in altersübergreifenden Gruppen würden damit 2700 Euro im Jahr mehr fällig.

Neunte Betreuungsstunde

Bezahlen müssen Eltern auch künftig die Betreuung von Kindergartenkindern in der neunten Betreuungsstunde, die in zwei Kindertagesstätten der Samtgemeinde angeboten wird, beschloss der Rat. Die letzte Stunde ist nicht Teil der Beitragsfreiheit, die das Land gewährt.

Linke fordern Ladesäule für Elektrofahrzeuge

Thema während der Sitzung war auch ein Antrag der Linken, am Rathaus eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge aufzustellen. Aus Sicht des Bürgermeisters ist das unnötig. Alle 24 Mitarbeiter der Verwaltung hätten auf Anfrage mitgeteilt, dass sie kein Elektroauto fahren würden und auch nicht vorhätten, sich eines zu kaufen. Der Antrag wurde in den Sozialausschuss verwiesen.

Von Michael Caspar

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