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Duderstadt 1,66 Millionen für Duderstadts Inklusiven Campus
Die Region Duderstadt 1,66 Millionen für Duderstadts Inklusiven Campus
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17:53 21.09.2018
Umwelt-Staatssekretär Frank Doods trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Duderstadt ein. Quelle: Hinzmann
Duderstadt

Umwelt-Staatssekretär Frank Doods hat am Freitag an Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) einen Aufnahmebescheid über eine Förderung von bis zu 1,66 Millionen Euro überreicht. Das Geld ist bestimmt für die Realisierung des Inklusiven Campus.

„Wir haben gesehen, welche Chancen in diesem Projekt liegen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie, Bau und Klimaschutz. Für Familien habe es im ländlichen Raum oft eine Sollbruchstelle gegeben, die Frage der Kinderbetreuung. Deswegen seien vielerorts die Familien in die Städte gezogen, weil sich dort das Problem leichter lösen lasse. „Solche Probleme müssen wir aus der Welt schaffen, indem wir den ländlichen Raum attraktiv halten“, sagte Doods.

Überzeichnetes Programm

Das Förderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ sei deutlich überzeichnet gewesen, erklärte der Staatssekretär. „Daran sieht man, wie groß der Bedarf in dem Bereich ist.“ Insgesamt stünden 22,5 Millionen Euro zur Verfügung. Damit könnten 20 Projekte unterstützt werden. An der Fördersumme von 1,66 Millionen Euro sei zu sehen, dass der Inklusive Campus eines der größeren Projekte sei, dass überzeugt habe.

Doods betonte, dass er noch nicht den Förderbescheid, sondern einen Aufnahmebescheid übergeben würde. Dieser sage aus, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen im Rahmen des Programms in das Förderprogramm aufgenommen worden seien. „Das bedeutet, das Geld ist für Sie reserviert.“ Einen Frist, in der das Vorhaben umgesetzt werden müsse, gebe es nicht.

Staatssekretär Frank Doods zu Besuch im Duderstädter Rathaus Quelle: CHH

Wichtiger Grundstein

Ursprünglich sei überlegt worden, die Einrichtung St. Raphael von der Umgehungsstraße wegzuholen, erläuterte Nolte. Dann sei der Kindergarten St. Klaus hinzugekommen und daraus sei die Idee für den Inklusiven Campus entstanden. Nolte bedankte sich, dass die Gedanken hinter dem Projekt erkannt worden seien. Das Projekt sei finanziell aber noch nicht abgesichert. „Es fehlen noch rund 1,5 Millionen Euro“, sagte der Bürgermeister. Doch mit der Übergabe des Bescheids sei ein wichtiger Grundstein für das Projekt gelegt worden.

„Wir sind ebenfalls äußerst erfreut, dass Sie dieses Modellvorhaben unterstützen“, sagte Ralf Regenhardt, Vorstandssprecher des Caritasverbandes Südniedersachsen. Seit 2015 habe die während der Übergabe im Rathaus vertretene Runde intensiv zum Fortgang des Projektes beigetragen. Kreisrat Marcel Riethig habe den Impuls für die Antragstellung gegeben, die Stadtverwaltung sich um den Antrag dann gekümmert. Dadurch hatten Kirche und Caritas das Projekt an den Start bringen können.

Chancengerechte Lernmöglichkeiten

Regenhardt stellte noch einmal das Inklusionsvorhaben in den Raum, das Kindern und Familien chancengerechte Möglichkeiten des Lernens bieten soll. Das beginne bei der Frühförderung und im Krippenbereich und reiche bis in die Sekundarstufe I und II hinein. Dazu sollen niederschwellige Angebote Eltern und Familien in prekären Situationen helfen. Wichtig sei auch die Vernetzung in einem eher strukturschwachen Raum. Mit dem Projekt werde im Bestand dazu beigetragen, dass Immobilien werthaltig weiter genutzt werden.

Die Idee gäre bereits seit 2012/13, erinnerte sich Propst Bernd Galluschke. Da sei er mit dem mit dem damaligen Landtagsabgeordneten Lothar Koch (CDU) bei Staatssekretär Peter Bräth in Hannover gewesen. Danach sei das Projekt Schritt für Schritt gewachsen. Es sei aber nicht nur ein Leuchtturmprojekt für Duderstadt, sondern sei insgesamt interessant für die Umsetzung des Inklusionsgedankens. „Das ist zwar großflächig gedacht“, sagte der Propst, doch man komme nicht voran, wenn man nur kleinkariert denken würde.

„Ganz dicke Nummer“

Koch bezeichnete es als „ganz dicke Nummer“ für Duderstadt, an der die Caritas großen Anteil trage. Das Projekt trage zur Wohnqualität und zur sozialen Infrastruktur bei, weshalb es „eigentlich ein toller Tag für alle Duderstädter“ sei. Gerade im ländlichen und strukturschwachen Raum sei es wichtig, alle Möglichkeiten zu nutzen, die Region attraktiver zu gestalten“, betonte Doods.

Weitere Beiträge zum Inklusiven Campus finden Sie auf unserer Themenseite zum Themenbereich Inklusion.

Von Rüdiger Franke

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