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Duderstadt Gottesdienst und filmische Zeitreise
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13:50 22.02.2018
Feier mit Gottesdienst zum 125. Gründungsjubiläum des MGV Cäcilia Werxhausen. Gerd Hefer dirigiert die Sänger. Quelle: be
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Werxhausen

Während des Gottesdienstes am frühen Sonnabendabend in der Werxhäuser Kirche hat sich Pfarrer Kuttianickal Martin von den Werxhäusern verabschiedet. Er hatte drei Wochen lang die Vertretung für Pfarrer George Velooparampil übernommen. Martin bedankte sich für den „sehr angenehmen und unvergesslichen“ Aufenthalt, den er in dieser „liebevollen Pfarrgemeinde“ habe verbringen dürfen. „Ich habe mich sehr wohl gefühlt“, sagte er und kündigte an, dass er am Mittwoch, 21. Februar, zurück nach Rom fliegen werde, um dort sein Studium fortzusetzen.

Gesangseinlagen zur Feier

Zuvor hatten die Sänger des Männergesangvereins (MGV) den Gottesdienst musikalisch umrahmt. Den Gesangseinlagen unter Leitung ihres Dirigenten Gerd Hefer auf der Galerie der kleinen Kirche folgten weitere Liedbeiträge im angrenzenden Bürgerhaus. Dort waren die Tische bereits für die Jubiläumsfeier des Vereins gedeckt.

„Singen hält fit bis ins hohe Alter“

In seinen einleitenden Worten sagte der MGV-Vorsitzende Klaus Borchard, es wäre wünschenswert, wenn der Männergesangverein Werxhausen neue Sänger hinzugewinnen würde. Immerhin, so teilte er mit, sei vor drei Wochen ein 16-Jähriger als neuer Sänger dazugekommen. „Singen ist gesund und hält fit bis ins hohe Alter“, betonte Borchard, bevor er für einen Rückblick auf die 125 Jahre andauernde Vereinsgeschichte das Wort an den Ehrenvorsitzenden des MGV Werxhausen, Erich Schäfer übergab.

Historische Fotos und Bewegtbilder

Schäfer hatte für die Feier im Bürgerhaus eine Zeitreise vorbereitet, bei der an die Stationen der Vereinsgeschichte mit alten Fotos und Filmbeiträgen erinnert wurde. Das kam bei den Mitgliedern und ihren Gästen gut an, wie mancher Kommentar zu den Filmsequenzen zeigte. Mancher erkannte sich selbst oder alteingesessene Werxhäuser wieder: „Guck mal, mein Schwiedervater“, sagte etwa eine Frau bei der entsprechenden Szene.

Super-8-Film digitalisiert

Zu sehen waren zum Beispiel Szenen des Festumzuges aus Anlass des 75-jährigen Vereinsbestehens im Jahr 1968. Er habe den Film seinerzeit mit Super 8 aufgenommen, später dann digitalisiert und mit Ton unterlegt, erklärte Schäfer. Weitere Bewegtbilder erinnerten an die große Feier aus Anlass der Weihe der neuen Vereinsfahne im Jahr 1974 oder aber an das 90-jährige Bestehen des MGV Cäcilia, das zusammen mit der 800-Jahr-Feier der Ortschaft Werxhausen zusammen begangen wurde. Natürlich erinnerte die Zeitreise des Ehrenvorsitzenden auch an das Jubiläum zum 100. mit einem großen Sängerfest, aber auch an die Übergabe der Zelterplakette an den Verein für langjährige Verdienste um die Pflege der Chormusik im Jahr 2003.

„Stets zur Stelle“

Der MGV Cäcilia habe das kulturelle Leben in Werxhausen beeinflusst, bilanzierte Schäfer. Auch seien die Sänger „stets zur Stelle“ gewesen, wenn etwa in Duderstadt Chorgesang gefragt war. Auch habe es Besuche bei den befreundeten Chören in Hagen-Ohsen und Westhausen gegeben.

Gäste aus Westhausen

Eine Abordnung aus Westhausen war beim Fest zum 125. Gründungsjubiläum der Cäcilia-Sänger zu Gast. „125 Jahre Liebe zum Gesang“, sagte Andreas Konradi, Vorsitzender des MGV Westhausen, in seinem Grußwort, „eine solche Beständigkeit ist heute nicht mehr selbstverständlich“. Die jungen Leute hätten heute andere Interessen als Gesang, stellte er mit Blick auf seinen eigenen Verein fest. „Bei uns gibt es fast keinen Nachwuchs“, ergänzte Konradi. Cäcilia-Vorsitzender Borchard verkündete denn auch erleichtert, dass der Alterdruchschnitt bei den Werxhäuser Sängern bei 55 Jahren liege. Der älteste Werxhäuser Sänger feierte übringens am selben Tag wie der Verein seinen 81. Geburtstag.

Urkunde vom Kreischorverband

Eine Urkunde hatte Andrea Strüder, Vorsitzende des Kreischorverbands Südniedersachsen, zum Gründungsjubiläum nach Werxhausen mitbebracht, und Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte hob in seinem Grußwort die „gelebte Gemeinsamkeit“ in Werxhausen hervor, wobei er den Chor als Bereicherung für alle Aktivitäten bezeichnete.

Von Britta Eichner-Ramm

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