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Duderstadt Vorsorge im Bewusstsein verankern
Die Region Duderstadt Vorsorge im Bewusstsein verankern
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00:18 13.09.2017
Quelle: Arne Bänsch
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Duderstadt

„7000 Besucher und bis zu 80 Aussteller“, so St.-Martini-Geschäftsführer Markus Kohlstedde seien nur ein Beleg für das Ergebnis einer „sehr aufschlussreichen“ und erfreulichen Gesprächsrunde am Mittag auf der Bühne gewesen.

In der Talkrunde, so Kohlstedde, habe Claudia Schröder, Abteilungsleiterin Gesundheit und Prävention im niedersächsischen Sozialministerium, bestätigt, dass sich das Duderstädter Krankenhaus als „starker Partner, der schwarze Zahlen schreibt und strukturrelevant ist“, so Kohlstedde, in der Gesundheitsversorgung als feste Größe etabliert habe. „Die Vernetzung der Akteure aus dem Gesundheitsbereich zum Nutzen aller“ im Eichsfeld würde funktionieren und müsse weiter vorangetrieben werden.

Die Atmosphäre auf der Meile war im besten Sinne familiär. Trotz Besucherandrangs gab es auf dem weitläufigen Krankenhausgelände kaum Gedrängel; auffällig viele Eltern mit Kindern an den Händen und Wagen schiebend blieben an den Ständen stehen – vor allem an einem: „Wir hatten vorsorglich ein provisorisches Wartezimmer eingerichtet“, sagte Katrin Markert. Die St.-Martini-Pflegedienstleiterin war an diesem Tag Chefin der Klinik für Puppen und Kuscheltiere; sie und ihr Team hatten reichlich zu tun. Auch bei den Rettungsdiensten herrschte Hochbetrieb.

Weniger spektakulär waren Aufenthalte der Besucher bei Anbietern aus den Bereichen Akutversorgung, Prävention, Pflege, Seniorenbetreuung, Fitness, Rehatechnik oder Hilfsmitteln. Nicola Gatzemeier, Inhaberin einer Duderstädter Firma für Treppenlifte und Elektromobile, betont: „Wir haben ausführliche Beratungsgespräche zu unseren Fahrzeugen geführt und Kontakte geknüpft. Mobilität bedeutet mehr Lebensqualität, mehr Selbstständigkeit.“ Die vor zehn Jahren noch spürbare Hemmschwelle bei Hilfsmitteln sei gesunken. Sogar Besucher, die absehbar nicht auf mobile Unterstützung angewiesen seien, hätten Interesse gezeigt. Krankheit und Gesundheit seien im Bewusstsein stärker verankert.

Charleen Rosenthal schlenderte mit ihrer 21 Monate jungen Tochter Cataleya auf dem Arm über die Gesundheitsmeile. „Für Kinder wird hier ja viel geboten. Und ich finde es generell sehr interessant. Ich hatte ein längeres Gespräch am Stand des Gesundheitsamtes bezüglich Zahnpflege, besonders für Cataleya. Vorher habe ich mir ja kaum Gedanken über Gesundheit gemacht. Aber seit ich Mutter bin, spielen Gesundheit und Prävention für mich eine große Rolle. Man ist sensibler bezüglich Ernährung. Und ich achte auf Vorsorgeuntersuchungen, für mich und meine Kleine.“

Definitiv „keine Rolle“ habe Gesundheit für die Duderstädter Gerhard und Edeltraut van der Grinten gespielt – bis der 71-Jährige ernsthaft krank wurde. „Meine Haltung hat sich geändert. Nicht nur aufgrund meiner Krankheiten.“ Seine Frau sagt: „Gesundheit war nie ein Thema für mich. Wir haben immer gern dahingelebt. Mir ist klar geworden: Damit das möglichst so bleibt, muss man was tun.“

Die Leitung des Krankenhauses hat gehandelt, tritt als Koordinator auf. „Mit der Gesundheitsmeile erreichen wir unser Ziel, als Projektleitung Kooperationen und Vernetzung auszubauen“, sagt Organisator Ulrich Merten. Die Aussteller hätten im Laufe des Tages die Organisation gelobt, sagt Kollegin Antje Hesse: „Die Daumen gingen hoch, wir haben des Öfteren ein Dankeschön gehört.“

Von Stefan Kirchhoff

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