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Duderstadt Petition und Lösungsansatz
Die Region Duderstadt Petition und Lösungsansatz
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00:17 26.12.2016
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Duderstadt

Um die drohende Schließung doch noch abzuwenden, hat die Duderstädter SPD-Fraktion eine Online-Petition gestartet und will in den kommenden Tagen auch Unterschriftenlisten in Geschäften auslegen. „Neben der Petition, für die wir auf viele Unterschriften hoffen, werden wir uns an das Sozialministerium mit der Bitte um Unterstützung wenden. Darüber hinaus wollen wir das Gespräch mit der Krankenhausleitung suchen, um mögliche Alternativen zur Schließung zu diskutieren“, so Initiatorin Doris Glahn. Am Donnerstagabend gegen 21 Uhr ging die Petition online. Nach nur einem Tag hatten bereits mehr als 3000 Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet unterzeichnet, davon rund 1750 aus dem Landkreis Göttingen sowie rund 750 aus dem Landkreis Eichsfeld.

Auch St.-Martini-Geschäftsführer Markus Kohlstedde und der ärztliche Direktor Dr. Udo Iseke zeigten sich beeindruckt von der Teilnahme an der Petition und den zahlreichen weiteren Reaktionen. Allerdings böten diese bislang keine konkreten Lösungsansätze, sagt Kohl­stedde. Auch vom Sozialministerium und den Krankenkassen erwartet das Duo kein Geld. „Von der Seite ist eine Zentralisierung und Konzentration von geburtshilflichen Abteilungen eher gewünscht“, so Kohlstedde. Iseke bittet im Gegenzug darum, sich nicht aufgrund dieser Entscheidung von St. Martini abzuwenden, sonst gebe es in einigen Jahren vielleicht gar kein Krankenhaus in Duderstadt mehr.

Auf Nachfrage nennt Kohl­stedde konkrete Zahlen zum Erhalt der Geburtshilfe: „Wir benötigen eine halbe Million Euro pro Jahr.“ Die Schwestern der „Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul in Hildesheim“ könnten den Defizitausgleich nicht mehr leisten. Und die zehn Millionen Euro, die der Krankenhausplanungsausschuss als Förderung für die geplanten Investitionen bewilligt habe, seien zweckgebunden. Angesprochen auf Online-Kommentare mit Hilfsangeboten macht Kohlstedde eine Beispielrechnung auf: „Um eine halbe Million Euro zusammenzubekommen, müssten zum Beispiel 10 000 Menschen jedes Jahr 50 Euro spenden oder 5000 Menschen pro Jahr 100 Euro.“ Das sei ein konkreter Lösungsansatz. Ob dieser sich auch umsetzen ließe, sei allerdings eine andere Frage.

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