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Duderstadt Viel zu schnell am Ortseingang
Die Region Duderstadt Viel zu schnell am Ortseingang
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00:19 10.09.2017
Nur vier Prozent der Autofahrer halten sich am Ortseingang von Immingerode an Tempo 50. Quelle: Rüdiger Franke
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Immingerode

Eine Woche habe ein Seitenmessgerät den Verkehr am Ortseingang von Immingerode aus Richtung Tiftlingerode kommend dokumentiert, erzählte Stollberg in der fünften Sitzung des Ortsrates. Gemessen wurde 100 Meter hinter dem Ortsschild. Seitenmessgeräte erfassen den Verkehr in beiden Fahrtrichtungen. Das Gerät speichert jedes Fahrzeug mit Datum, Uhrzeit, Geschwindigkeit, Länge und Richtung. Die Länge gibt Aufschluss darüber, ob ein Auto oder ein Lkw gemessen wurde.

Die Ergebnisse seien eindeutig, so der Ortsbürgermeister. „Die Summe der Geschwindigkeitsübertretungen betrug 96 Prozent.“ Insgesamt seien in der Woche rund 21000 Autos unterwegs gewesen. Der größte Teil sei im Bereich zwischen 70 und 80 Stundenkilometern gefahren. Doch auch die Zahl derer, die noch schneller unterwegs gewesen seien, sei nicht gering gewesen, so Stollberg. So wären etwa 4000 Fahrzeuge 80 bis 90 Stundenkilometer schnell gewesen. Das entspricht einem Prozentsatz von knapp 20 Prozent. Und 1000 Fahrzeuge hätten Tempo 90 bis 100 auf ihrem Tacho stehen gehabt. Damit sei diese Gruppe zahlenmäßig größer als diejenigen, die sich an die Geschwindigkeit gehalten hätten. Es habe aber auch einige Fahrer gegeben, die schneller als 100 Stundenkilometer gefahren wären. Und der Spitzenreiter habe dabei Tempo 122 erreicht.

Polizei erwischt 76 Temposünder

„Wir haben die Zahlen an die Polizei und den Landkreis Göttingen weitergegeben“, sagte Stollberg. Diese hatten zugesagt, zeitnah eine Messung vorzunehmen. Das sei bereits geschehen, ergänzte CDU-Fraktionsmitglied Carsten Hunold. „Am Dienstag wurden 76 Fahrzeuge geblitzt“, erzählte er. Er habe von den Beamten, die sich während der Verkehrssicherheitswoche auch in Immingerode aufgestellt hatten, erfahren, dass das schnellste Fahrzeug in dem Zeitraum mit 80 Stundenkilometern unterwegs gewesen sei. „Die Stelle ist ja mittlerweile auch bekannt“, bedauert er. Deshalb würden viele Autofahrer bewusst darauf achten, ob dort ein Messfahrzeug stehen würde. Während der ersten Male, als an der Stelle geblitzt worden sei, seien noch durchschnittlich 150 Temposünder erwischt worden. Stollberg erklärte, dass er bei den Beamten nachgefragt habe, warum sie sich nicht näher am Ortsschild positionieren würden. „Es gibt aber eine Vorgabe, dass sie mindestens 150 Meter abstand halten müssen“, so der Ortsbürgermeister.

Kein Tempo-70-Schild

Den Wunsch nach einem Tempo-70-Schild aus Richtung Tiftlingerode habe die Polizei abgelehnt, erzählte Stollberg. Das Ortsschild sei deutlich sichtbar und deshalb müsse jedem Verkehrsteilnehmer klar sein, dass er sein Tempo auf maximal 50 Stundenkilometer zu drosseln habe. Auf den Einwurf, dass an der selben Strecke in Richtung Tiftlingerode ein Schild die Geschwindigkeit auf Tempo 70 beschränke, erklärte der Ortsbürgermeister, dass Tiftlingerodes Ortseinfahrt ordnungsrechtlich anders einzuordnen sei als die in Immingerode. Dies sei durch die kurz hinter dem Ortsschild von rechts einmündende Straße aus Richtung Gerblingerode begründet.

Der Ortsrat einigte sich darauf, eine Empfehlung an das Ordnungsamt zu geben, weitere Messungen im Eingangsbereich von Immingerode aus Richtung Tiftlingerode kommend zu fordern und die Temposünder zu blitzen. Eventuell könne auch noch einmal ein Seitenmessgerät aufgehängt werden, um die Daten mit der ersten Messung zu vergleichen und diese dann erneut der Polizei und dem Landkreis vorzulegen.

Von Rüdiger Franke

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