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Duderstadt 25 Rotfichten an der roten Warte gepflanzt
Die Region Duderstadt 25 Rotfichten an der roten Warte gepflanzt
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00:19 23.10.2017
v.l.: Thomas Ehbrecht mit dem Baum „Landtag“ und Günter Reimann Quelle: Hinzmann
Duderstadt

Die damals entstandene Idee zum Anpflanzen von Bäumen wurde 2000 vom Duderstädter Günter Reimann wieder aufgegriffen. Gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) wurde die Aktion „Bäumchen am Wegesrand“ ins Leben gerufen. Begleitet wird die Aktion seit dem auch von Landespfleger Frank Widera, der zugleich Leiter des Baubetriebshofes der Stadt ist.

Seit Beginn der Aktion wurden zusammen mit den 25 Bäumen vom Freitag 375 Bäume angepflanzt. „Für jeden Baum gibt es einen Baumpaten, dieser bezahlt für die Patenschaft 100 Euro“, erklärte Nolte. So soll ein großer Bürgerwald entstehen. Sowohl die Anpflanzung als auch die Pflege der Bäume übernimmt der städtische Bauhof. Die dabei entstehenden Kosten, die nach Angaben von Nolte höher als 100 Euro sind, übernimmt die Stadt. Bei den Bäumen, die diesmal im neuen Aufforstungsgebiet „Eiergrund“ im Bereich der Roten Warte in der Nähe der Heinz-Sielmann-Stiftung gepflanzt wurden, handelt es sich um Rotfichten.

„Mit der Aktion konnten wir Lücken schließen und Alleen erschließen“, sagte Nolte. Damit die Baumpaten ihre Gewächse jederzeit besuchen können, erhalten die Bäume ein symbolisches Bändchen mit dem Namen des Paten. „Es ist toll, dass viele Menschen an unserer Aktion teilnehmen und zudem zum Teil auch schon seit vielen Jahren dabei sind“, sagte der Bürgermeister. Für ihn sei wichtig, dass die Aktion in den kommenden Jahren fortgesetzt werde. Dies sei auch mit ein Grund für die Bewerbung um die Landesgartenschau 2029, zum 1100. Stadtgeburtstag. Denn nach der Landesausstellung „Natur im Städtebau“ habe sich in Duderstadt vieles bewegt.

Freude an gepflanzten Bäumen

Für Reimann, den Initiator von „Bäumchen am Wegesrand“, ist die Pflanzaktion mit ganz eigenen Erinnerungen verbunden. Denn die Bäume, für die er die Patenschaft übernommen hat, hat er für Mitglieder seiner Familie angepflanzt. „Meine Enkel fragen mich immer, wo ihre Bäume stehen“, berichtete Reimann. Deshalb sei es für ihn, wenn er entlang der Bürgerbäume fahre, immer eine große Freude. „Ich denke, wenn man einen Baum für eine Person einpflanzt, dann tut man dies mit Freude und sollte sich auch an den wachsenden Bäumen erfreuen“, sagte er. Durch „Bäumchen am Wegesrand“ sei nicht nur ein Beitrag zur Erhaltung der Natur geleistet worden, sondern er habe auch viele Bindungen zu den Baumpaten aufbauen können.

„Wir würden uns freuen, wenn sich in Zukunft noch weitere Spender finden. Zum Beispiel kann man eine Baumpatenschaft auch als Geburtstagsgeschenk eingehen“, sagte Reimann. Auf diese Weise habe der Beschenkte eine bleibende Erinnerung an seinen Geburtstag und könne regelmäßig Ausflüge zu seinem Baum unternehmen. Widera betonte aber, dass es sich bei Bäumen um etwas handele, bei dem man den Erfolg der Arbeit erst etwa 20 Jahre später sehe. „Denn die Pflanze muss sich erst langsam entwickeln“, sagte Widera.

Der neugewählte Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht (CDU) betonte, dass ihm die Teilnahme an der Aktion schon seit mehreren Jahren wichtig sei und er auch in Zukunft weiterhin dabei sein möchte. „Ich bin oft in der Natur unterwegs, und da gehört der Wald als grüne Lunge einfach dazu. Deshalb müssen wir uns dafür einsetzen, dass er lebt“, erklärte Ehbrecht.

Über die Rotfichte

Die Rotfichte ist eine Gattung der Fichten und der einzige Vertreter der Gattung, die in Mitteleuropa natürlich vorkommt. Sie kann bis zu 600 Jahre alt werden. In der Regel wird sie gefällt, wenn sie zwischen 80 und 100 Jahre alt ist. Die Rotfichte ist vom Kuratorium Baum des Jahres (KBJ) zum Baum des Jahres für 2017 ernannt worden. Der Nadelbaum wird zwischen 30 und 50 Meter hoch und hat Nadeln, die etwa 1,5 Zentimeter lang sind. Als Frucht hat sie Zapfen, die über ein Jahr lang wachsen und eine Länge von 15 Zentimetern erreichen. Die Rotfichte ist besonders für die Anpflanzung auf sandigen oder lehmigen Böden geeignet. Fichten machen mittlerweile wieder etwa 20 bis 30 Prozent des Waldbestandes aus.

Von Vera Wölk

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