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Duderstadt Angeklagter muss Geldstrafe für mehrere Delikte zahlen
Die Region Duderstadt Angeklagter muss Geldstrafe für mehrere Delikte zahlen
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17:55 14.06.2018
Amtsgericht Duderstadt fällt Urteil. Quelle: dpa
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Duderstadt

Der Mann soll in Hilkerode durch ein Fenster in die Wohnung seiner Exfreundin eingestiegen sein. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, „dass er irgendetwas stehlen wollte“, sagte Richter Michael Pietzek.

Der Angeklagte habe dort „rumgewuselt“. Das konkrete Geschehen sei dem Amtsgericht nicht bekannt.

Rauchgerät unter die Decke geschmissen

Fest stehe, dass er das Glasteil einer Tür kaputt gemacht und eine Bong, dies ist ein Rauchgerät, unter die Decke geschmissen habe. „Letztendlich können wir nicht ausschließen, dass es seine gewesen ist“, erklärte der Richter.

Beim Herausgehen durch die Gartentür habe der Angeklagte den Schlüssel mitgenommen, der dort von innen steckte. Der Angeklagte sei noch am Tatabend mit dem Schlüssel aufgegriffen worden.

Trotz einer Gewaltschutzanordnung habe sich der Angeklagte am 30. Dezember 2017 im Einkaufszentrum Feilenfabrik in Duderstadt der Ex-Freundin genähert und sie bedroht. Das Gericht folgte damit den Aussagen von Polizeibeamten. Sie hätten geschildert, was die Exfreundin an diesem Tat den Beamten gesagt habe.

Sinngemäß soll der Angeklagte geäußert haben, dass er seinen Sohn sehen wolle oder sie ansonsten „umbringe“. Solche Drohungen seien ihm„nicht fremd“, sagte der Richter.

Straftaten aus dem „unteren Bereich“ der Kriminalität

Diese seien ein Verstoß gegen das Gewaltschutzgesetz „gepaart“ mit einer versuchten Nötigung., Berücksichtigt werden müsse, dass der Angeklagte unter laufender Bewährung stehe. Strafrechtlich könnten die Taten dem „unteren Bereich“ der Kriminalität. zugeordnet werden. Das Zusammentreffen sei nicht gezielt gesucht worden. Es sei zufällig gewesen, was anders zu bewerten sei als wenn der Angeklagte seiner Freundin aufgelauert hätte.

Im Einkaufszentrum hätte er aber einen anderen Gang gehen müssen. Für eine Freiheitsstrafe reicht es auch vor dem Hintergrund nicht, dass er unter laufender Bewährung stehe, betonte Pietzek.

Wenn der Angeklagte sein Verhalten nicht grundlegend überdenke und er nicht seinen „Brägen“ einschalten, bevor er irgendetwas mache, werde es „ohnehin böse enden“. Dann müsse er damit rechnen, dass er irgendwann ins Gefängnis gehe.

Von Axel Artmann

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