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Duderstadt „Angebot von der Wiege bis zur Bahre“
Die Region Duderstadt „Angebot von der Wiege bis zur Bahre“
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19:15 18.12.2009
Vertragsunterzeichnung in St. Martini: Sozialstationsleiter Gerd Hegerkamp, Michael Dörendal (Pflegedienstleiter Neu-Mariahilf), Michael Reimann (Geschäftsführer St. Paulus), Heinrich Brönnecke (Geschäftsführer Neu-Mariahilf), Jürgen Thoridt (Verwaltungsleiter St. Martini), Cárola Brun (Hausoberin und Pflegedienstleiterin St. Martini) und Caritas-Geschäftsführer Bertil Holst (von links). Quelle: ku/OT
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Caritasverband-Geschäftsführer Bertil Holst spricht von einem „Angebot von der Wiege bis zur Bahre“ – von der Geburtshilfe über Sozialstationen bis zur Altenpflege. In christlicher Verantwortung wolle man einen Wegweiser durch das Labyrinth des Gesundheitswesens bieten. Der katholische Pflegeverbund will Leistungsangebote koordinieren, gemeinsam mit Bewohnern, Patienten und Angehörigen Lösungen für den Versorgungsübergang erarbeiten. Außerdem sind gemeinsame Suche nach Fachkräften, öffentliche Auftritte, Stellungnahmen, Mitarbeiterfortbildungen und Einkäufe geplant. Die Verbundpartner wollen sich in regelmäßigen Abständen treffen.

Die Kooperation gelte auch für den ambulanten Bereich, verzahne Sozialdienste, Überleitungspflege und Beratung, betont der Duderstädter Sozialstationsleiter Gerd Hegerkamp: „Wir wollen Drehtüreffekte vermeiden.“ Patienten sollten frühzeitig und gut versorgt aus dem Krankenhaus entlassen werden, ohne Lücken zur weiteren Versorgung entstehen zu lassen.

„Es ist Aufgabe, der Krankenhäuser, nicht nur bis zum Tag der Entlassung zu denken, sondern darüber hinaus – von häuslicher Pflege bis zur Heimunterbringung“, meint auch Heinrich Brönnecke, Geschäftsführer von Neu-Mariahilf. Angesichts gesellschaftpolitischer Herausforderungen und gesetzlicher Vorgaben wolle man eine gemeinsame Einflussgröße bilden und Synergieeffekte nutzen.

Holst beklagt einen hohen bürokratischen Aufwand und einen Verdrängungswettbewerb mit nicht adäquater Bezahlung von Mitarbeitern auf dem hart umkämpften Pflegemarkt: „Wir haben trotz niedriger Pflegesätze ein gerechtes Tarifsystem.“ Zugleich beschwört der Caritas-Geschäftsführer die katholische Sozialethik und die lange Tradition der Kirche, in Not geratenen Menschen zu helfen.

Mit „Pflege aus einer Hand“ wirbt der Verbund aus selbständig bleibenden Einrichtungen in katholischer Trägerschaft für ein umfangreiches Angebot samt seelsorgerischer Betreuung von vollstationärer Pflege über Kurzzeit- und Verhinderungspflege bis zur Palliativpflege. Alleinige Gesellschafterin der beiden beteiligten Krankenhäuser St. Martini und Neu-Mariahilf ist die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul, das Göttinger Seniorenstift St. Paulus wird von der Caritas betrieben. Der Caritasverband für Stadt und Landkreis ist Träger der Sozialstationen Göttingen-Gleichen und Duderstadt sowie des Duderstädter Lorenz-Werthmann-Hauses mit ambulant betreuten Wohngemeinschaften.

Von Kuno Mahnkopf

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