Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Auf Spielplätzen fehlen Zugpferde
Die Region Duderstadt Auf Spielplätzen fehlen Zugpferde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 01.05.2017
Von Kuno Mahnkopf
Anzeige
Duderstadt

Vier Standorte standen in der ersten Spielplatz-Runde der interfraktionellen Arbeitsgruppe des Duderstädter Ortsrates auf dem Programm. Es sollte ein Wunschkonzert werden, bei dem die Stimmen von Eltern und Kindern gefragt waren. Die hielten sich aber in Grenzen: Fehlanzeige am Pastor-Rehkopf-Weg, eine Familie an der Julius-Jäger Straße, immerhin eine Handvoll Eltern und Kinder an der Carl-Biermann-Straße und am Thomasberg.

Alle vier Spielplätze sind eingegrünt und mit Geräte-Klassikern bestückt, von denen einige in die Jahre gekommen sind: Wippe, Schaukel, Sandkasten, Schaukeltiere, Rutsche mit und ohne Kletterkombination. „Wir sind fast immer alleine hier“, sagte Anna Müller, die mit ihrem bald vierjährigen Sohn Paul und seiner kleinen Schwester häufig den Spielplatz an der Julius-Jäger-Straße besucht: „Viele Familien haben eigene Spielgeräte im Garten.“ Wie auch Daiana Degener im jüngeren Baugebiet Thomasberg vermisst sie eine Korbschaukel oder ein Spielhaus für Kleinkinder. Auch Karusselle seien Mangelware auf den Spielplätzen. Sportlehrer Matthias Heim würde Trimmgeräte begrüßen, die auch für Erwachsene geeignet sind.

Andere Wünsche haben Florian und sein Kumpel Julius. Die Elfjährigen wollen für den Spielplatz an der Carl-Biermann-Straße harten Boden statt Rasen für den dortigen Basketballkorb, ein großes Klettergerät und mehr Sonne. Am Spielplatz Thomasberg, der gut angenommen wird, würden sich Erik (10) und seine Freunde über Fußballtore für die Wiese freuen. Viel genutzt werde die Tischtennisplatte am Pastor-Rehkopf-Weg, berichtet Ortsratsmitglied Thorsten Feike.

Defekte Wippetiere wurden ebenso unter die Lupe genommen wie marode Holzbalken und Sandkästen. Auf fast allen Spielplätzen gibt es nur eine Bank. An Sitzgelegenheiten mangelt es ebenso wie an Papierkörben, die allerdings Müll anziehen und als Gefahrenquelle von der Stadt nicht gewollt sind.

Die Stadt habe dem Ortsrat für die Modernisierung der Spielplätze ein Budget aus dem Verkauf der nicht mehr für nötig befundenen und zu Bauplätzen umgewandelten Spielplätze an Ludolfinger Straße, Leinefelder Straße und Moritz-Katz-Straße zur Verfügung gestellt, sagt Doris Glahn. Auf Beschluss des Ortsrates wolle die Stadt bis zum Sommer auch ein Beachvolleyballfeld auf der Talwiese anlegen. Es gebe viele besondere Spielgeräte, die wünschenswert seien, meinte Thorsten Krone: „Wir müssen mit Blick auf die Kosten Kompromisse finden.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige