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Duderstadt Aus der Schauburg soll ein Spielpark werden
Die Region Duderstadt Aus der Schauburg soll ein Spielpark werden
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18:54 25.07.2010
Ende einer Kino-Ära: In der seit zwei Jahren verwaisten Schauburg sollen sich künftig Kinder austoben können. Quelle: Walliser

Die Spiele-Halle mit Klettermöglichkeiten, Hüpfbrücken und Labyrinth soll den Gegebenheiten angepasst werden – „gemütlich und zur Stadt passend“. Angedacht sind Kindergeburtstage, der Verleih von Spielgeräten, eine kleine Schlittschuhbahn im Winter, kostenlose Veranstaltungen für gehandicapte Kinder, Kinderbetreuung während Einkaufstouren und ein kleines Kinder-Kino. Dafür hat Kempinga bereits Kontakt mit Filmfabrik-Betreiber Frederic Roth aufgenommen. Ein Café und Bistro sind ebenfalls geplant.

An die traditionsreiche Geschichte des Kinos, eines der ältesten Lichtspielhäuser Deutschlands, knüpfen auch die idealistischen Pläne an, die der Wahl-Eichsfelder darüber hinaus hegt. Der ehemalige Geschäftsführer eines Baukonzerns, der aus Arnheim stammt und zuletzt in Frankreich lebte, will im Obergeschoss Museumsräume einrichten. Dort soll die Geschichte des Hauses und des Kinos dokumentiert werden – inklusive altem Piano und dem alten Projektor, der im Foyer der Schauburg stand. Auch Stummfilm-Vorführungen schweben Kempinga vor, der einen Verein für Kinofreunde gründen will und Materialien zur Geschichte des Lichtspielhauses sucht. Interessenten können sich unter Telefon 0 55 27 / 84 92 62 melden.

Neben der Installation eines Blockheizkraftwerkes will Kempinga den aus dem Jahr 1556 stammenden Gewölbekeller wieder einer Nutzung zuführen und die Fachwerkfassade sanieren. Im Inneren will er möglichst viel Transparenz schaffen und geht davon aus, dass die Lärmdämmung für die Spiellandschaft ausreicht: „Über den Dolby-Surround-Sound des Kinos hat sich auch nie einer beklagt.“

„Die Planungen sind nahezu abgeschlossen, jetzt sollen Bauantrag und Genehmigungen auf den Weg gebracht werden“, sagt Kempinga und hofft auf nicht zu viele Auflagen von Denkmal- und Brandschutz. Bauamtsleiter Manfred Bause zeigt sich nach Vorgesprächen aufgeschlossen gegenüber den Plänen: „Alles Weitere hängt von der Abstimmung mit Bau- und Nachbarschaftsrecht ab.“

Wenn alles klappt, will Kempinga die „Kinderstadt“ bereits bis Weihnachten in Betrieb nehmen, ab 2011 dann sukzessive mit der Umsetzung seiner weiteren Pläne beginnen. Der 67-Jährige gibt sich jedenfalls zuversichtlich. Er habe schon viel Zuspruch erfahren – gerade auch von jungen Eltern.

Von Kuno Mahnkopf

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