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Duderstadt Ausstellung im Kulturkloster beendet
Die Region Duderstadt Ausstellung im Kulturkloster beendet
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15:00 12.09.2018
Einige der Ausstellungsstücke. Quelle: Heller
Duderstadt

Pappmaché-Figuren, Zeichnungen, Kollagen und Plastiken – das Spektrum der Kunstwerke, die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule (ALS) in den vergangenen drei Monaten unter dem Motto „Schule ist Kunst“ im Kulturkloster ausgestellt haben, war breit. Am Mittwochmorgen wurde in der Marktstraße 70 feierlich die Finissage begangen und draußen gemeinsam gefrühstückt.

„Die Kinder sind ganz groß geworden, das macht schon was mit denen“, sagte Kulturreferentin Katrin Oldenburg, die das Projekt Kulturkloster betreut. In ihrer Ansprache lobte sie die Schüler für ihren Mut, ihre Kunstwerke auszustellen. Denn die Schüler der ALS waren die ersten überhaupt, die eine eigene Ausstellung im Kulturkloster auf die Beine gestellt hatten.

Kunstwerke entstanden im Unterricht

Die elfjährige Mia ist erst neu an der Astrid-Lindgren-Schule und war nicht mit einem eigenen Werk vertreten, lobte aber die Ergebnisse ihrer Mitschüler: „Ich finde die Bilder richtig gut.“ Zufrieden mit seiner Collage ist auch Fadil. Der Sechstklässler hatte seinen eigenen Kopf gezeichnet und diesen mit Zeitungsschnipseln von Autos beklebt. Bei dem Bild sei es darum gegangen, aus den eigenen Gedanken ein Thema auszuwählen und dieses dann darzustellen. Dass er mit seiner Collage in einer Ausstellung vertreten ist, findet Fadil „ziemlich krass“. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das so schaffe“, sagte er.

Zustande gekommen war diese Ausstellung, weil Oldenburg das Konzept in der Astrid-Lindgren-Schule vorgestellt hatte und begeistert von den Arbeiten war, die dort im Kunstunterricht gefertigt wurden. Daraufhin hätten Schüler der fünften bis zehnten Klassen ihre Ausstellung selbst konzipiert.

Schülerin Larissa war beeindruckt davon, „dass auch schon Fünftklässler so gut zeichnen können.“ Ihr Favorit von den gezeigten Kunstwerken war ein Bild von Pennywise, dem bösen Clown in der Neuverfilmung von Stephen Kings „Es“, das Michelle-Sophie Blaschke gezeichnet hatte.

Es habe „total viel Interesse“ von anderen jungen Leuten gegeben, die zum Teil noch nie in einer Ausstellung gewesen seien, aber auch aus der Politik und von Touristen, berichtete Oldenburg. Die Möglichkeit, eigene Werke vorzustellen, stehe allen jungen Leuten offen. „Das Ziel ist es, irgendwann den Spieß umzudrehen und dass die jungen Menschen dann von selber kommen.“ Ob Lesung, Konzert oder Ausstellung – die Möglichkeiten seien vielfältig, betonte Oldenburg.

Kulturkloster gibt es seit Januar

Seit Januar dieses Jahres gibt es das Kulturkloster. Ziel des Ursulinenklosters sei es gewesen, Kultur und Kunst „in jeglicher Form“, an junge Menschen heranzutragen, erklärte Oldenburg. Deshalb habe das Kloster dieses deutschlandweit einmalige Projekt initiiert. Drei große Göttinger Partner konnten dafür gewonnen werden: die Musa für Tanzvermittlung, die Internationalen Händel-Festspiele für Musikvermittlung und das Deutsche Theater, das sich um theaterpädagogische Angebote kümmert. Sie selbst und das Kulturkloster seien Quasi eine „Schaltzentrale“, in der Oldenburg mit jungen Menschen Projekte entwickeln kann, so Oldenburg.

Zu den Gästen an diesem Vormittag gehörten auch die freie Musikerin Carolin Hlusiak und Laura Schimmelpfennig von der Gesellschaft für jüdisch-christliche Zusammenarbeit. Die Göttingerinnen möchten mit dem Kulturkloster und Schülern ein Chorprojekt zu jüdischer Musik organisieren. Wer früh über Musik kommuniziere, baue Fremdheitsgefühle ab“, meinte Hlusiak.

Von Nora Garben

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