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Duderstadt Chancenlos gegen Erfahrung
Die Region Duderstadt Chancenlos gegen Erfahrung
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00:17 13.04.2017
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Duderstadt

Die Reifen quietschen, wenn die Fahrer in die Kurven des auf dem Gelände des Duderstädter Bauhofs aufgebauten Slalomparcours fahren. Möglichst wenig Zeit wollen sie verlieren. Und doch zählen vor allem Geschicklichkeit und Präzision. Denn wer eine der Pylonen umfährt, wird mit einer Strafsekunde bedacht. Und wer gar ein Tor auslässt, bekommt am Ende sogar drei Sekunden als Strafe hinzuaddiert.

Gefahren wird mit Straßenautos. Der Schutzhelm ist während der Fahrt Pflicht, ebenso wie ein verkehrssicheres Auto. „Wir lassen höchstens zu, dass sich die Teilnehmer neue Reifen am Auto gegen alte tauschen, um die neuen für den Straßenverkehr zu schonen“, so Wolfgang Hübenthal. Er geht mit einem Seat Exeo ST, also einem Kombi auf die Strecke.

„Eigentlich fahren wir in zwei Klassen“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende. Die Fahrzeuge werden nach der Länge aufgeteilt. Der Grenzwert ist 4,20 Meter. „Kurze Fahrzeuge haben im Slalomparcours einen Vorteil gegenüber den langen“, sagt er. Doch wie die Fahrten zeigen, kann vor allem Erfahrung diesen Vorteil zunichte machen. Weil zum Saisonauftakt nicht so viele Fahrer an den Start gehen fahren alle in einer Klasse. Und obwohl der Exeo das längste Fahrzeug ist, holt sein Fahrer die mit Abstand schnellste Zeit.

Am 22. April steht noch ein weiterer Renntag im Autoslalom an, ehe ab 6. Mai die Kartsaison beim ACD beginnt. Die Motoren der Fahrzege leisten neun PS bei 250 Kubikzentimetern Hubraum. 80 Stundenkilometer könnten die Karts etwa fahren. „Bei uns kommt es aber nicht auf die Endgeschwindigkeit an“, erklärt Hübenthal. Die Karts seien so eingestellt, dass sie einen schnelleren Antritt haben. Das sei im Kartslalom wichtiger. „Zehn Zentimeter über dem Boden fühlen sich die bis zu 50 Stundenkilometer im Parcours nicht langsam an.“ Und weil es keine Servolenkung gebe, spüre man die Fahrt vor allem in den Unterarmen.

Derzeit hat der ACD rund 50 Mitglieder, darunter 15 aktive Fahrer. Vor allem an Nachwuchs mangele es, so Hübenthal. „Vor 20 Jahren hatten wir rund 20 bis 25 Kinder im Verein“, erzählt er. „Das Problem liegt nicht darin, Kinder für unseren Sport zu begeistern.“ Problematisch sei viel mehr, sie dabeizubehalten. Zu groß sei in der heutigen Zeit das Freizeitangebot.

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