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Duderstadt Bauarbeiten für Kreisverkehr beginnen
Die Region Duderstadt Bauarbeiten für Kreisverkehr beginnen
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12:41 11.03.2018
Die Bäume im Hintergrund werden teilweise gefällt. Quelle: Niklas Richter
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Duderstadt

Der Kreisverkehr an der Schindangerbrücke kommt: Ab Mittwoch will der städtische Bauhof anfangen, die Baufläche für den Abschnitt Bundesstraße 247 vorzubereiten. Die Bauarbeiten werden nicht ganz unkompliziert, denn der Kreisverkehr wird den Verantwortlichen zufolge eine „in der Region einzigartige Konstruktion“.

So formuliert es Johannes Böning, bei der Stadt für Tiefbau und Umweltschutz zuständig. Aus seiner Sicht liegt das vor allem am Verlauf der Hahle und ihres Seitenarms, dem Hartmann-Kanal. Beide fließen unter dem geplanten Kreisel hindurch. Während in der Mitte des künftigen Kreisverkehrs weiterhin der Bach zu sehen sein wird, überspannen dann insgesamt drei Brücken die Hahle und den Kanal. Zwei der drei Brücken stehen allerdings schon – über sie rollt bereits der Verkehr auf dem Schützenring.

Die Pläne für den Kreisel: Rechts der Schützenring, nach links geht die Ziegeleistraße ab. Weil die Zeichnung nicht den aktuellsten Planungsstand wiedergibt, ist die Position des Trafohauses (unten links) noch nicht korrigiert. Dieses soll zwischen Ziegeleistraße und Wölfegärten errichtet werden. Quelle: hö

Um den Bau der dritten Brücke an der Ziegeleistraße zu ermöglichen, beginnen am Mittwoch die Bauarbeiten. Dann müsse zunächst ein Teil der Bäume entlang der Hahle weichen, kündigt Böning an. Er betont allerdings: „Es ist nicht so, dass wir hier einen radikalen Kahlschlag machen“, zudem seien Ausgleichsmaßnahmen geplant.

Im Anschluss beginnen die eigentlichen Baumaßnahmen, für die die Stadt Duderstadt aber nur teilweise verantwortlich ist. Sie kümmere sich lediglich um die Bereinigung der Baufläche, so Böning. Konkret bedeute das außer dem Fällen der Bäume auch das Verlegen neuer Versorgungsrohre – was nicht ganz unkompliziert sei, sagt Böning.

Denn auch weil nahe des Feuerwehrhauses bisher eine Trafostation steht, verläuft unter der künftigen Baustelle derzeit eine Vielzahl an Stromleitungen, hinzu kommen Rohre für Wasser und Gas. Letztgenannte sei sogar eine Hochdruckleitung, weshalb besondere Sorgfalt bei den Arbeiten geboten sei.

Weil all diese Leitungen dem künftigen Kreisel weichen müssen, plant die Stadt derzeit einen neuen sogenannten Düker, eine Druckleitung unter der Bachsohle der Hahle hindurch. Durch die so ein Stück flussaufwärts installierten Rohre könnten dann Gas, Wasser und Strom fließen. Noch sei allerdings nicht abschließend geklärt, welches Verfahren beim Bau zum Einsatz komme, so Böning. Er hofft, dass das mit dem Bohrspülverfahren gelingt. Andernfalls müsse möglicherweise die Hahle zeitweise aufgestaut werden, um unter der Bachsohle arbeiten zu können. Die Aufträge dafür will die Stadt laut Böning zeitnah ausschreiben. Er hofft, dass die Arbeiten bis Sommer abgeschlossen sind.

Grundsätzlich gilt nach Bönings Angaben, dass das gesamte Bauvorhaben entlang bisheriger Grundstücksgrenzen realisiert werden soll – die angrenzenden Grundstücke der Caritas und der früheren Minigolf-Anlage sollen nicht angetastet werden. Lediglich das Eckhaus an der Einmündung der Wolfsgärten in die Ziegeleistraße werde abgerissen, das Gebäude sei mittlerweile erworben, so Böning. Dort soll ihm zufolge die Trafostation neugebaut werden, die während der Kreisel-Baustelle weichen muss. Für die eigentliche Baustelle wird die Stadt aber nicht selbst verantwortlich sein: Weil der Straßenabschnitt zur Bundesstraße 247 gehört, obliegt die Verantwortung der Landesbehörde für Straßenbau in Goslar.

Sie wird Bauherr beim Bau des eigentlichen Kreisels sein, wobei Böning betont, dass die Arbeiten in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt Duderstadt und der Behörde erfolgen würden. „Die Rechnung zahlt aber Goslar“, so Böning weiter. Er rechnet während der Bauarbeiten „maximal mit einigen kurzfristigen Verkehrsbehinderungen“ – auch weil die Stadt für die nahegelegene Feuerwehr die Straße dauerhaft befahrbar halten müsse.

Von Christoph Höland

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