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Duderstadt Baustart für fünfte Krippengruppe in der Stadt Duderstadt
Die Region Duderstadt Baustart für fünfte Krippengruppe in der Stadt Duderstadt
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22:18 17.04.2013
Von Kuno Mahnkopf
„Wer will fleißige Handwerker sehen...?“: Erzieherin Ute Oberst begleitet den Beitrag der Kinder zum Baustart mit der Gitarre. Quelle: Mahnkopf
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Duderstadt

Zuvor hatten sie Bauschilder gebastelt, für die erwachsenen Spatenstecher Baukekse in Werkzeugform gebacken. „Uns ist es wichtig, die Kinder in die Bauphase einzubeziehen“, sagt Kindergartenleiterin Heike Seerig-Stahl. 

In dem seit 1967 in der Kolpingstraße angesiedelten und von 100 Kindern in vier Gruppen besuchten Kindergarten wird eine der beiden Halbtagsgruppen in eine Krippengruppe für Kinder unter drei Jahren umgewandelt. In einem Anbau werden neue Toiletten, zudem eine Sitzecke für Eltern und Abstellfläche für Kinderwagen geschaffen. Die Investitionssumme für Um- und Anbau beträgt knapp 250 000 Euro. Laut Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) übernimmt das Land 115 000 Euro, die Kirchengemeinde 15 000 Euro, beim Landkreis sind 30 000 Euro beantragt, den Rest übernimmt die Stadt.

706 Kinderbetreuungsplätze

Im Stadtgebiet gibt es derzeit 706 Kinderbetreuungsplätze, davon 60 in Krippengruppen. Darüber hinaus werden in altersübergreifenden Gruppen der neun Kindertagesstätten aktuell 34 Kinder im Alter von zwei Jahren betreut, über die Tagespflege des Landkreises weitere 33 Kinder. „Damit haben wir die im Zusammenhang mit dem ab kommenden Kindergartenjahr bestehenden Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz von Bund und Ländern vorgegebene Zielmarke von 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren erreicht“, sagt Nolte. Und ergänzt: „Wir wollen nicht nur Quoten erfüllen, sondern bedarfsgerechte Angebote machen.“ Dazu gehöre die Verteilung der Kinder ebenso wie Öffnungszeiten.

Team von drei Erzieherinnen

„Krippenplätze sind ein parteiübergreifendes gesellschaftliches Anliegen“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Lothar Koch. Beim symbolischen Spatenstich erinnerte er daran, dass die vielen Vertriebenen, die im Wohngebiet Westerborn eine neue Heimat gefunden hätten, entscheidend für den Standort des evangelischen Kindergartens gewesen seien. Ein Team von drei Erzieherinnen kümmere sich um die künftigen Krippenkinder, zielte Pastorin Christina Abel auf den „inneren Umbau“ des Kindergartens ab. „Beides muss akzeptiert werden: Kinder zu Hause oder in einer Krippe betreuen“, betonte sie.

2,5 Millionen Euro

Kinder unter drei Jahren werden in Duderstadt seit 2007 in altersübergreifenden Kindergartengruppen aufgenommen, die erste Krippengruppe ging zwei Jahre später in St. Georg an den Start. Jahr für Jahr folgten weitere Gruppen – in Breitenberg, Nesselröden und zuletzt in Gerblingerode.
Während die nächste Erhöhung der Elternbeiträge im Raum steht, verweist Nolte auf Betriebskosten von voraussichtlich 2,5 Millionen Euro für Kinderbetreuungseinrichtungen, die die Stadt in diesem Jahr zu tragen habe. Kritisch merkt er an, dass die Pauschalen des Landes für das dritte beitragsfreie Kindergartenjahr unter den kalkulierten Kostenanteilen liegen würden. Das führe zu zusätzlichem Aufwand, den die Stadt zu tragen habe.

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