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Duderstadt Beratung zur Einsicht von Stasi-Akten
Die Region Duderstadt Beratung zur Einsicht von Stasi-Akten
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08:16 17.04.2018
Das Grenzlandmuseum in Teistungen. Quelle: Christoph Mischke
Teistungen

Bei der Beratung beantworten Mitarbeiter des Erfurter Stasi-Unterlagen-Archivs unter anderem Fragen zur Antragstellung – auch Wiederholungsanträge und Anträge als nahe Angehörige von Verstorbenen –, zur Einsichtnahme in Stasi-Akten, zur Herausgabe von Kopien, der Entschlüsselung der Decknamen von Inoffiziellen Mitarbeitern, zur Anonymisierung (Schwärzung) in den Akten, zu Bildungsangeboten für Schulen und zu Anträgen für Forschung und Medien. Außerdem können Anträge auf persönliche Einsicht in die Stasi-Unterlagen direkt vor Ort gestellt werden. Dafür muss ein gültiges Personaldokument mitgebracht werden. Weiterhin berät ein Mitarbeiter des Landesbeauftragten des Freistaats Thüringen für die Aufarbeitung der SED-Diktatur zu den Rehabilitierungsmöglichkeiten.

In dem anschließenden Vortrag von Herbstritt geht es um Fluchtgeschichten aus der DDR und Rumänien. Nach dem Bau der Berliner Mauer im August 1961 hätten DDR-Bürgerinnen in anderen sozialistischen Ländern nach Lücken im „Eisernen Vorhang“ gesucht; einer der Fluchtwege in den Westen habe über Rumänien geführt, teilt das Grenzlandmuseum mit. Der Vortrag beleuchte die Hintergründe dieser Fluchtroute, die bis 1989 hunderte von Menschen nahmen. Neben einzelnen Schicksalen erläutere der Vortrag die Rolle der Stasi und des rumänischen Geheimdienstes Securitate bei der Verhinderung von Fluchtversuchen. Darüber hinaus informiert der Referent über die damalige Situation in Rumänien, wo ebenfalls viele Menschen versuchten zu fliehen.

Von Hannah Scheiwe

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