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Duderstadt Beratungszentrum zur Inklusion eröffnet
Die Region Duderstadt Beratungszentrum zur Inklusion eröffnet
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18:54 06.11.2018
Ralf Regenhardt, Ulrich Dempwolf, Katja Galonska, Wolfgang Nolte und Lothar Koch in den Räumen des RZI Quelle: Wölk
Duderstadt

Seit 1. August gibt es im Landkreis Göttingen ein sogenanntes Regionales Beratungs- und Unterstützungszentrum Inklusive Schule (RZI). Das RZI, das von Katja Galonska geleitet wird, hat seinen Sitz derzeit im Duderstädter Rathaus an der Marktstraße.

„Die ersten elf Zentren sind vergangenes Jahr eröffnet worden. In diesem Jahr folgten 24 weitere“, berichtete der Präsident der niedersächsischen Landesschulbehörde Ulrich Dempwolf. Geleitet wird das RZI in Duderstadt, das ein Teil der Landesschulbehörde Niedersachsen ist von Katja Galonska. Mit der Einrichtung der einzelnen RZIs werde das Ziel verfolgt, die inklusive Bildung an den Schulen voranzutreiben. Galonska ist daher die zentrale Ansprechpartnerin für alle 130 Schulen im Landkreis. „Wir sind froh, dass wir jetzt hier in Duderstadt und damit im Landkreis Göttingen eine zentrale Anlaufstelle haben“, sagte Dempwolf. Galonska, die in Herzberg aufgewachsen ist, erklärte, dass die ersten Beratungsfragen, die sie erreicht haben aus Duderstadt gekommen seien. Aber auch aus anderen Bereichen des Landkreises habe sie schon Anfragen beantwortet. Vor ihrem Wechsel zur Landesschulbehörde war Galonska als Förderschullehrerin tätig, wobei ihr die Arbeit mit den Kindern große Freude bereitet habe.

Unterstützung durch zwei Fachberater

Derzeit sei sie auf Vorstellungsrunde bei den Schulen im Landkreis. Hierbei versuche sie an den Schulen zu vermitteln, dass es nicht nur darum gehe, für ein Thema ein Buch zu empfehlen, sondern zu gucken was im individuellen Fall die geeignetste Lösung sei. Ein Fall, in dem sie um Rat gefragt worden sei, habe einen körperbehinderten Schüler betroffen, der die Schule gewechselt habe. „Gemeinsam mit den Verantwortlichen an der Schule habe ich dann besprochen, wie man dem Schüler und seinen Anforderungen am besten gerecht werden kann“, erklärte Galonska. Für das Gelingen der Inklusion gebe es im Landkreis bereits zahlreiche gute Beispiele.

Gemeinsam stark

Bei Inklusion sei es zudem wichtig, dass aufgezeigt werde, dass es nicht nur auf den Einzelnen ankommen, sondern, dass man als Gemeinschaft stark ist, unabhängig von den Stärken und Schwächen des Einzelnen. Unterstützung erhält Galonska bei der Erledigung ihrer Arbeit zum einen von zwei Fachberatern bei der Landesschulbehörde und zum anderen soll für Duderstadt noch eine Sachbearbeiterin eingestellt werden. Das Beratungsangebot des RZI richtet sich aber nicht nur an die Verantwortlichen der Schulen, sondern auch an Eltern und Schüler sowie Schulträger.

Umzug auf den Inklusiven Campus

Aus Sicht des stellvertretenden Landrats Lothar Koch (CDU) ist die Einrichtung eines RZis im Landkreis ein Geschenk für alle, die sich um Inklusion bemühen. Dass das RZI seinen Standort in Duderstadt hat, bezeichnete er mit Blick auf den Inklusiven Campus, der in der ehemaligen Pestalozzi-Schule entstehen soll. Zudem sei es, notwendig das Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Menschen mit Handicaps in die Mitte der Gesellschaft gehören.

Das RZI soll nach Fertigstellung des Inklusiven Campus seinen Platz dort mitbekommen, sodass dort eine enge Verzahnung von frühkindlicher Bildung und Schule entstehe, könne. „Dass das Beratungszentrum seinen Platz mit auf dem Inklusiven Campus bekommt, ist für uns ein Gewinn“, sagte Ralf Regenhardt Vorstandssprecher der Caritas. Die Caritas ist Träger des Projektes „Inklusiver Campus“. Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) betonte, dass die Räume des RZI im historischen Duderstädter Rathaus trotz des Alters des Gebäudes über einen Fahrstuhl barrierefrei zu erreichen seien. „Bis der Inklusive Campus fertiggestellt ist, stellen wir daher gern Räumlichkeiten in unserem Rathaus für das regionale Beratungs-und Unterstützungszentrum zur Verfügung“, sagte Nolte.

Von Vera Wölk

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