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Duderstadt „Hauptaugenmerk auf Berufsausbildung“
Die Region Duderstadt „Hauptaugenmerk auf Berufsausbildung“
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00:18 13.11.2018
Viele Schüler, oft auch mit ihren Eltern, informierten sich am Samstag auf der 16. Eichsfelder Berufsinformationsbörse über insgesamt 90 Berufe, die in der Region angeboten werden. Quelle: Hartwig
Duderstadt

Treffpunkt war die Berufsfindungsbörse der BBS Duderstadt, auf der am Sonnabend 58 Ausbilder vertreten waren. Auch die BBS stellten sich vor. Hinter Schlagworten von A wie Amtsgericht bis Z wie Zimmerreinigung fanden sowohl Schüler als auch deren Eltern in der Cafeteria, der Pausenhalle, in diversen Unterrichts- und Fachräumen sowie auf den Fluren Informationen über insgesamt 90 Berufe, die für die Zukunftsgestaltung Einzelner interessant sein können. „Bock auf Job?“ hieß die Losung an diesem Tag, und zur Beantwortung dieser Frage haben Unternehmen, Schulen, Hochschulen, öffentliche Verwaltungen, Polizei und Bundespolizei, Bundeswehr, Bildungsträger sowie die Berufsberatung der Agentur für Arbeit an Messeständen Rede und Antwort gestanden und umfassend über Ausbildungsmöglichkeiten in der Region informiert.

Bereits zum 16. Mal hat sich für Schüler der Region die Gelegenheit geboten, Ausbildungsbetriebe geballt an einem Ort kennen zu lernen. Bei der Berufsfindungsbörse präsentierten sich 58 Ausbilder.

 

Die Besucher sollten sich mit Slogans wie „Mit Blaulicht durchs Studium“ (Duderstädter Polizei), „Dringend gesucht“ (Malteser) oder auch „Mit Sicherheit Karriere“ (Steuerverwaltung Niedersachsen) für die Angebote interessiert werden. Über einen Flyer, der im Vorfeld an die örtlichen Schulen verteilt worden war, war das Zurechtfinden kein Problem. Denn anhand der Grundrisses der Schule konnten einzelne Angebote sowie Werkstätten und Fachräume, die Einblicke in Leistungen der Schule boten, auch direkt angesteuert werden. Aktionen wie ein Bewerbungsmappencheck, simulierte Einstellungstests der Polizei Duderstadt oder auch Mitmach-Aktionen des Handwerks haben das Angebot abgerundet.

Alle Möglichkeiten von Bildung aufzeigen

Die Eichsfelder Berufsfindungsbörse sieht sich neben den Göttinger Berufsinformationstagen (GöBiT) als Ratgeber an der Schwelle Schule – Beruf. „Ziel der Börse ist, jungen Menschen in unserer Region alle Möglichkeiten sowohl der schulischen, betrieblichen als auch der universitären Ausbildung aufzuzeigen und erste Kontakte zu vermitteln“, so Martin Saul, Geschäftsführer des Vereins zur Förderung der beruflichen Bildung an der BBS Duderstadt. „Eine vertiefte Berufsorientierung ist förderlich für eine passende erste Berufswahlentscheidung, ist die beste Vorsorge gegen Ausbildungs- und Studienabbrüche sowie Arbeitslosigkeit. Und sie kann aktuellen und künftigen Fachkräftemangel abmildern.“ Über die Jahre sei ihm aufgefallen, dass die Schule um Aussteller „betteln musste“. Jetzt, so Saul, sei es genau umgekehrt: „Wir hatten mehr Anfragen als in den Vorjahren.“

Messe legt berufliche Fundamente

Seien zunächst nur Unternehmen aus Duderstadt vertreten gewesen, habe die „Globalisierung“ nun auch die Berufsfindungsbörse erfasst, sagte Schulleiterin Sabine Freese in ihrer Eröffnungsansprache. In Zeiten des Fachkräftemangels sei es wichtig, dass keiner verloren gehe. Gerade die Berufsbildenden Schulen mit ihren unterschiedlichen Schulformen würden hier einen großen Beitrag leisten. Sie seien eine wichtige vertrauensvolle Anlaufstelle. „Auch unsere Berufsfindungsbörse passt in diesen Rahmen.“ Und weiter: Das Hauptaugenmerk solle gesellschaftlich wieder auf die Berufsausbildung und nicht auf die Hochschulreife gelegt werden. Landtagsabgeordneter Thomas Ehbrecht (CDU), der für den Schirmherren der Veranstaltung, Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), eingesprungen war, äußerte im Anschluss den Wunsch, dass die Messe helfe, berufliche Fundamente für viele zu legen.

Auch Praktika sind begehrt

Eine Ausstellerin, die seit 12 Jahren die Messe mitgestaltet, ist Gabriele Böning. Ihr ist aufgefallen, dass die Angebote oft direkt angesteuert werden und viele Hauptschüler unter den Besuchern waren. Die Messe sei „auch für Schulen eine tolle Veranstaltung.“ Auch für Martin Saul hält die Veranstaltung für gelungen. Viele hätten gemeinsam mit ihren Eltern die Stände angesteuert – was die Standbetreiber für eine erfolgreiche Beratung ihrer möglichen Azubis eher störend fänden, ließ er durchblicken. Die hohe Zahl von jungen Schülern (8., 9. Klasse) führt Saul darauf zurück, dass die Messe auch für die Suche nach Praktikumsplätzen genutzt werde – für eine spätere Ausbildung sei das ebenfalls eine gute Strategie.

Von Markus Hartwig

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