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Duderstadt Binnenöffnung der Schuleinzugsgebiete wird nicht geprüft
Die Region Duderstadt Binnenöffnung der Schuleinzugsgebiete wird nicht geprüft
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00:36 16.03.2015
Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Duderstadt

In einem Brief, der erstmals an alle Eltern im Stadtgebiet – auch über die Kernstadt hinaus – ging, hat sie zu einem Informationsabend im Vorfeld der Einschulung eingeladen – und damit offenbar unbeabsichtigt einigen Wirbel verursacht.
Die Fraktionen von WDB und Grünen im Rat der Stadt Duderstadt nahmen den Brief zum Anlass für einen Dringlichkeitsantrag, den sie am Donnerstagabend in der Stadtratssitzung einbrachten.

Darin regten sie an, die Verwaltung prüfen zu lassen, ob durch die Öffnung der Schuleinzugsgebiete der öffentlichen Grundschulen auf das gesamte Schuleinzugsgebiet der Stadt Duderstadt unter Beibehaltung der Grenzen zu anderen Schulträgern eine Konzentration auf die St.-Elisabeth-Schule vermieden werden könnte.

Die Binnenöffnung sei möglicherweise ein Beitrag dazu, Gerechtigkeit herzustellen, begründete Lothar Dinges (WDB) – sofern die Prüfung dies ergebe. „Eine schnelle Änderung kann und soll nicht herbeigeführt werden“, sagte Dinges. Dass ein Dringlichkeitsantrag am Nachmittag vor der Sitzung eingebracht wurde, liege in den anstehenden Anmeldezeiten für die Grundschulen begründet.

"Weiter Unruhe in der Elternschaft“

Hintergrund des Antrags seien die rückläufigen Schülerzahlen in den vergangenen Jahren: Im Jahr 2010 waren Schulbezirke in der Satzung festgeschrieben worden, um eine Abwanderung von kleinen Schulstandorten zu angrenzenden Grundschulen anderer Schulträger zu vermeiden. Durch die geringere Anzahl an Schulkindern verkehre sich die Funktion ins Gegenteil: „Die Regelung wirkt wie eine Einbahnstraße zur St.-Elisabeth-Schule“, heißt es in der Begründung des Antrags.

Diesen lehnten die Mitglieder des Rates gegen die Stimmen von WDB, Grünen und SPD ab – dennoch „herrsche weiter Unruhe in der Elternschaft“, erklärte Dinges.

„Der rechtliche Rahmen ist absolut eindeutig“, stellte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) heraus. „Der Schulbezirk für die St.-Elisabeth-Schule als katholische Bekenntnisschule erstreckt sich auf das gesamte Stadtgebiet.“ Die Eltern hätten die freie Wahl, sich zum Wohl des Kindes zu entscheiden.

Dennoch bittet er in einem Brief die Eltern darum, wohnortnahe Schulstandorte zu bevorzugen – „im Sinne einer ausgewogenen Schullandschaft in der Kernstadt und in den Ortsteilen.“ Ein Gespräch mit Hunold habe zudem ergeben, dass sie vor der Anmeldung für das Jahr 2016/17 keinen weiteren Elternbrief plane.

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