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Duderstadt Bistum stärkt die Verwaltungsstelle in Duderstadt
Die Region Duderstadt Bistum stärkt die Verwaltungsstelle in Duderstadt
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00:20 11.02.2018
Wollen die Pfarrer entlasten: Stefan Dornieden, Ljiljana Apel, Martina Rüdemann und Katharina Jung. Es fehlt Jürgen Bode. Quelle: Caspar
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Duderstadt

Bankkauffrau hat Katharina Jung gelernt. Nach mehreren Stationen leitete die Duderstädterin zuletzt die Kreditabteilung eines europaweit tätigen Nutzfahrzeugvermieter mit Sitz in Herzberg. Nun ist sie zur Kirche gewechselt. In der Verwaltungsstelle Bei der Oberkirche 2 ergänzt sie das Team der Verwaltungsbeauftragten.

Jung für die Pfarrgemeinden Bilshausen und Rhumspringe zuständig

Jung ist von nun an für die Pfarrgemeinden Bilshausen und Rhumspringe zuständig. Stefan Dornieden, der seit 27 Jahren in der Verwaltungsstelle arbeitet, kümmert sich um die Pfarreien Duderstadt und Gieboldehausen. Ljiljana Apel, die vor vier Jahren dazu kam, betreut die Pfarreien Nesselröden und Seulingen. Unterstützt werden die drei von den Verwaltungsmitarbeitern Jürgen Bode und Martina Rüdemann.

„Wir sind für sechs Pfarrgemeinden mit 30 Kirchen sowie den dazugehörenden Pfarrhäusern und Pfarrheimen verantwortlich“, berichtet Dornieden. Hinzu kämen 15 Kindertagesstätten und zwölf Friedhöfe. Die Verwaltungsstelle bereitete die Beschlüsse der Kirchenvorstände zu Personalfragen, Baumaßnahmen, Angebotsänderungen bei den Kindergärten und Friedhöfen oder Satzungsänderungen vor und setze sie um. Hinzu komme die Verpachtung des Kirchenlands, ergänzt Apel.

Aus „Pfarrherren“ werden Netzwerker

„Nach Vorstellung des Bistums sollen sich die Pfarrer weitgehend aus der Verwaltungsarbeit zurückziehen und die damit verbundene Verantwortung und Macht abgeben“, erläutert Duderstadts Propst Bernd Galluschke. Aus „Pfarrherren“ würden Netzwerker. Anders könnten die Geistlichen ihre Aufgaben in Zukunft auch gar nicht bewältigen. Von 2025 an, wahrscheinlich aber bereits früher, würden aufgrund des Priestermangels nur noch vier Geistliche im Untereichsfeld tätig sein. Zwei Priester betreuten dann von Duderstadt aus die Pfarreien Duderstadt, Nesselröden und Seulingen. Zwei weitere Priester kümmerten sich von Gieboldehausen aus um die Pfarreien Bilshausen, Gieboldehausen und Rhumspringe. Die sechs Gemeinden, die erst 2014 durch Fusion aus den zuvor bestehenden Seelsorgeeinheiten hervorgegangen seien, blieben eigenständig.

„Die Verwaltung muss auch deshalb gestärkt werden, weil immer weniger Laien in den Kirchenvorständen mitarbeiten wollen“, ergänzt Apel. Derzeit übernähmen oft noch Kirchenvorstände Verwaltungsaufgaben, etwa die Aufsicht bei Bauvorhaben.

Redanturen werden zu Verwaltungsstellen weiterentwickelt

„Das ist der Hintergrund der Verwaltungsstrukturreform, die das Bistum seit 2016 unter der Leitung von Diplom-Kaufmann Jens Lippel umsetzt“, führt Dornieden aus. Die Redanturen, die kirchlichen Rechnungsbehörden in den Dekanaten, würden zu Verwaltungsstellen weiterentwickelt. „In Duderstadt übernehmen wir schon seit Jahren auch Geschäftsführeraufgaben“, berichtet Dornieden. Gemeinsam mit Propst Galluschke und anderen habe er in einem Arbeitskreis die Reform vorbereitet.

„Im Zuge dieser Veränderungen führt Hildesheim zudem bistumsweit die doppelte Buchführung ein“, erläutert der Verwaltungsbeauftragte. Das sorge unter anderem für mehr Kostentransparenz. In Duderstadt sei die Umstellung 2017 erfolgt. Bei der Buchführung, die nun digitalisiert erfolge, erhielten sie Unterstützung durch den vom Bistum eingerichteten Gemeideservice Finanzen.

Von Michael Caspar

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