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Duderstadt Familie Gödeke eröffnet neue Produktionshalle
Die Region Duderstadt Familie Gödeke eröffnet neue Produktionshalle
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00:25 13.03.2018
Dennis Gödecke eröffnet die neue Produktionshalle der Candle Factory in Nesselröden. Tochter Laura schneidet das Band durch. Quelle: Rüdiger Franke
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Nesselröden

Nach der Übergabe der Baugenehmigung im April des vergangenen Jahres sei im Juni mit dem Bau der neuen Halle begonnen worden, berichtete der Inhaber. Die Halle sei zwar schon im Dezember fertig geworden, aber „umziehen konnten wir erst im Februar“. Vorher hätte die Auftragslage den Wechsel der Produktionsstätte nicht ermöglicht, schließlich sei der Winter und besonders die Weihnachtszeit eine Hochzeit für Kerzen.

Drei neue Arbeitsplätze

„Die Produktionsfläche ist etwa dreimal so groß wie vorher“, erzählte Dennis Gödeke. In der „Candle Factory 2.0“, wie er die neue Halle nennt, hätten die Mitarbeiter sofort doppelt so viele Kerzen gießen können wie vorher. Seit Übergabe der Baugenehmigung habe er drei neue Arbeitsplätze in Vollzeit geschaffen, ein weiterer stehe noch aus. Insgesamt beschäftige er mit allen Teilzeitkräften 26 Mitarbeiter.

Die neue Produktionshalle der Candle Factory in Nesselröden ist eröffnet worden.

Vor zwölf Jahren gründete Dennis Gödeke die Candle Factory in Nesselröden. „Mein Ziel war es schon immer, gute Kerzen erfolgreich im Eichsfeld zu produzieren“, erzählte er. „Mittlerweile beliefern wir Kunden in ganz Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz.“ Weitere Kunden gebe es auch in Italien, Dänemark und der Schweiz, ergänzte sein Vater Klaus Gödeke. Die Aufgabenteilung im Familienbetrieb war von Beginn an klar geregelt: Dennis Gödeke kümmerte sich um die Produktion, Vater Klaus um den Außendienst.

Sieben Tage in Holland gelernt

Gemeinsam mit Mutter Edeltraud Gödeke und einer Halbtagskraft startete die Kerzenproduktion vor zwölf Jahren. „Ich weiß noch, wie der Seniorchef damals vor meiner Haustür stand und fragte, ob ich Arbeit bräuchte“, erinnerte sich Marion Adamschewski. Die anfängliche Halbtagskraft ist heute immer noch an Bord. Mit der Seniorchefin sei sie in der Anfangszeit für sieben Tage nach Holland gefahren, um sich das Kerzenziehen anzueignen. Es habe nicht lange gedauert, dann sei sie täglich acht Stunden im Einsatz für die Candle Factory gewesen.

Eröffnung der neuen Produktionshalle der Candle Factory in Nesselröden Quelle: Rüdiger Franke

Zwei Jahre habe er schlaflose Nächte gehabt, berichtete Dennis Gödeke, bis er sich sicher war, dass das Konzept aufgehe. Aus anfangs maximal 1000 Kerzen pro Tag seien jetzt im Januar 50 000 Kerzen geworden. „Wir sind eine Handarbeitsmanufaktur“, betont er. Die Kerzen würden auch in Zukunft auf keinen Fall maschinell produziert werden. Zwischen rund 50 unterschiedlichen Düften könne ein Kunde wählen, erzählt Adamschewski. Die Bandbreite reiche von Apfelpunsch über Erdbeer bis zum Trüffeltraum.

Stearin statt Paraffin

Das Besondere an den Kerzen der Candle Factory sei, dass sie nicht aus Paraffin hergestellt werden, wie Klaus Gödeke erläutert. Derzeit werde über den Schadstoffausstoß von Dieselfahrzeugen debattiert. „Auf der anderen Seite holen sich die Menschen in China produzierte Paraffinkerzen ins Haus“, sagte er. Der Rohstoff sei nichts anderes als beim Diesel im Auto, ein Erdölabfallprodukt. In der Candle Factory werde Stearin aus Palmöl als Grundstoff verwendet – aus nachhaltigem ökologischem Anbau, wie ein Zertifikat bestätige. Ein weiterer Unterschied sei die Verwendung von Dochten aus Baumwolle im Gegensatz zu Plastikdochten. Und Stearin brenne dreimal länger als Paraffin. Der Schmelzpunkt liege bei 60 bis 70 Grad, während Paraffin mit einem Schmelzpunkt von 25 bis 30 Grad schon in der Sonne zu schmelzen beginne.

Eröffnung der neuen Produktionshalle der Candle Factory in Nesselröden Quelle: Rüdiger Franke

„Dieser Tag verdient Sonnenschein“, begann Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) seine Ansprache. Das Unternehmen sei über die Jahre stetig gewachsen und die Umsätze gestiegen, zuerst am Steinmecke 5, nun am Steinmecke 9. Ortsbürgermeister Bernd Frölich (CDU) freute sich, dass beim Neubau die Entscheidung gefallen sei, am Ort zu bleiben. Familie Gödeke zeige im Ort auch soziales Engagement. Der Erlös des jährlichen Weihnachtsmarktes spende es für Institutionen im Ort, zum Beispiel für den Kindergarten, die Schule und die Bücherei.

Von Rüdiger Franke

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