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Duderstadt Caritas weist auf Probleme von Scheidungskindern hin
Die Region Duderstadt Caritas weist auf Probleme von Scheidungskindern hin
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00:18 13.04.2013
Banner am Caritaszentrum Duderstadt: Motto der Jahreskampagne. Quelle: IS
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Duderstadt

Bundesweit steht die Familie im Mittelpunkt der Caritas-Jahreskampagne. Ziel ist, die Familie als Solidargemeinschaft zu unterstützen.

Die Statistik des Caritasverbandes spricht eine klare Sprache. 441 Betreuungsfälle verzeichnete die Erziehungsberatungsstelle in 2012, 21,3 Prozent davon kamen mit Problemen nach Trennung oder Scheidung zu den Psychologen und Pädagogen der Caritas. Dieser Anteil ist kontinuierlich gestiegen, 2009 lag der Anteil noch bei 14,8 Prozent.

Zahlen beunruhigen Schulz

Nicht nur die Zahlen beunruhigen Schulz, sondern auch die Umstände, unter denen die Erziehungsberater agieren. Nach einer Trennung gehe es nicht um das Kindeswohl, sondern um Eigeninteressen der Eltern, so seine Beobachtung. „Da muss etwas passieren. Familie muss auch nach einer Trennung noch funktionieren. Die Eltern haben nach wie vor eine Verantwortung“, macht Schulz die Brisanz des Themas deutlich.

Verantwortung ist die entscheidende Kategorie, wenn Holst und Schulz von Familie sprechen. Eltern hätten Erziehungs- und Bildungsverantwortung, Kinder seien bei Pflege und Versorgung gefragt, nennen sie Beispiele. Hier müsse der Staat Rahmenbedingungen schaffen, unter anderem durch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sagt Holst. Aber auch Kirchen, Vereine und Ehrenamtliche müssten sich einbringen, erläutert er das Ziel der Jahreskampagne „Familie schaffen wir gemeinsam“.

Sorgerechtsfragen schnell klären

Die Caritas bringe sich mit ihren Beratungsdiensten ein. Zudem gebe es zwei konkrete Projekte, fügt Schulz hinzu. Der Caritasverband habe mit dem Duderstädter Familiengericht und Rechtsanwälten den Arbeitskreis „Konsensmodell“ gegründet. Gemeinsam werde versucht, die Eskalation von Trennungskonflikten zu vermeiden und Sorgerechtsfragen schnell zu klären. Außerdem gebe es bei der Caritas seit Jahren eine Gruppe für Scheidungskinder. Bis zu zehn Kinder werden hier einmal pro Woche betreut.

Eine gute Nachricht haben Holst und Schulz auch: Erziehungsprobleme sind kein Tabuthema. Anders als beispielsweise bei der Schuldnerberatung gebe es keine Hemmschwelle. „Die Bereitschaft, Beratung zu suchen und Hilfe anzunehmen, ist groß“, sagt Holst.

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