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Duderstadt Container wird zum provisorischen Treffpunkt
Die Region Duderstadt Container wird zum provisorischen Treffpunkt
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00:32 28.04.2018
Wollen bald im Container vor der Mehrzweckhalle kommunizieren: Stine-Marie Stollberg, Leon Kühne, Julian Kellner und Leon Eisenkolb (v.l.). Quelle: Art
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Westerode

„Wir haben uns seit April vergangenen Jahres detailliert bemüht, Lösungen zu schaffen“, erklärte Ortsbürgermeister Bernward Vollmer (CDU) während der jüngsten Sitzung. Mehrere Varianten seien ins Gespräch gekommen, darunter als „Zwischenstation“ auch die eines Bauwagens, „die uns noch einmal aufgehalten hat“. Als Standort für den Container sei eine Fläche vor der örtlichen Mehrzweckhalle vorgesehen. „Wir müssen noch Versorgungsleitungen und Fundamente erstellen“, erklärte der Ortsbürgermeister.

Container wird mit WLAN ausgestattet

Der mit WLAN, aber ohne Sanitärraum ausgestattete Container soll zunächst für einen Zeitraum von zwei Jahren angemietet werden. Das Gesamtpaket werde rund 15000 Euro kosten, der Kauf eines Containers hätte mit 24000 Euro zu Buche geschlagen, erläuterte Vollmer den Ratsmitgliedern. Die Verwaltung der Stadt Duderstadt habe zugesagt, das Projekt bis zum Frühsommer zu realisieren, allerdings ohne ein Datum zu nennen.

Der Landkreis Göttingen unterstützt das Projekt. Kreisrat Marcel Riethig hatte bereits im Februar während eines Besuchs in Duderstadt einen entsprechenden Förderbescheid über 6500 Euro an Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) überreicht. Die Gelder sind bestimmt für die Inneneinrichtung des Containers. Das Mobiliar soll an den endgültigen Standort mitgenommen werden.

Der Ortsrat hat sich dafür ausgesprochen, nach dem Umzug der Freiwilligen Feuerwehr Westerode, für die ein neuer Standort gebaut wird, das alte Feuerwehrhaus zu einem Jugendraum umzugestalten. „Aus meiner Sicht ist das eine sehr kostengünstige Lösung, weil das Gebäude im Bestand da ist, es bietet sich einfach an“, sagte der langjährige Stadt- und Ortsbrandmeister Stefan Schindler (Gruppe WDB/Jan Rittmeier) am Rande der Sitzung. Von Bürgermeister Nolte sei bereits „ein positives Signal gekommen, das Vorhaben umzusetzen“.

Jugendliche und Ortsrat favorisieren altes Feuerwehrhaus

„Das Gebäude ist relativ groß und man hat einen Garten, in dem man grillen kann“, benannte Ortsjugendpfleger Leon Kühne zwei Gründe, die für diesen Standort sprechen. Außerdem gebe es wenig Nachbarn „und man kennt das Gebäude, weil wir alle in der Feuerwehr sind’, ergänzte Julian Kellner, der ebenfalls Ortsjugendpfleger ist. Bevor die Jugendlichen es nutzen könnten, müsste es relativ aufwändig saniert und umgebaut werden, erläutert Kühne, der den langen Zeitraum beklagt, bis den Jugendlichen ein neuer Platz angeboten werden könne. „Wir wollen jetzt endlich mal irgendetwas haben“, sagte er. Es sei „traurig von der Stadt, dass sie die Jugend so hängen lässt. Die Zukunft der Stadt ist doch die Jugend.“

Der frühere Jugendraum, der sich an der Westeröder Straße 10 in einem denkmalgeschützten Gebäude aus dem 17. Jahrhundert neben der Westeröder Mehrzweckhalle befand, war im April vor zwei Jahren geschlossen worden. Bauliche Mängel und Probleme mit dem Brandschutz zählten zu den Gründen, die von der Stadtverwaltung genannt wurden.

Von Axel Artmann

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