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Duderstadt Trelle segnet in Germershausen fast 200 Fahrräder
Die Region Duderstadt Trelle segnet in Germershausen fast 200 Fahrräder
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00:27 30.05.2018
Der ehemalige Bischof Norbert Trelle hat am Sonntag vor der Wallfahrtskirche in Germershausen fast 200 Drahtesel gesegnet. Quelle: foto: Riese
Germershausen

Erstmals im Sinne einer Sternfahrt setzten sich von 15 Uhr an diverse Gruppen mit ihren Fahrrädern in Richtung Germershausen in Bewegung. Wer eine etwas längere Pilgertour fahren wollte, startete an der Mehrzweckhalle in Rollshausen, von wo aus der Weg über Esplingerode, Seulingen, Seeburg und Bernshausen bis zum Wallfahrtsort „Maria in der Wiese“ führte. In den jeweiligen Orten trafen sich weitere Wallfahrer, um sich der Pilgerfahrt anzuschließen. Auch kürzere Streckenvorschläge waren vorbereitet worden. So nutzte beispielsweise eine kleine Gruppe gegen 16.15 Uhr einen „zweiten Start“ an der Mehrzweckhalle in Rollshausen, um den direkten Weg zur Wallfahrtskirche nach Germershausen zu nehmen. „Bei den Fahrradwallfahrten geht es nicht um Höchstleistungen, sondern um die Freude an der Bewegung und das gemeinsame Pilgern zum Wallfahrtsort“, erklärte Cornelia Kurth-Scharf vom ehrenamtlichen Wallfahrt-Organisationsteam, das für den frühen Abend ein gemütliches Beisammensein vorbereitet hatte – mit Maibowle und Bratwurst, vor allem aber mit vielen Gelegenheiten zu Gesprächen. Viele Radler kamen aber auch „unorganisiert“ in Germershausen an – wie bei den ersten sieben Auflagen der Fahrradwallfahrt. Dennoch werden Kurth-Scharf und ihre Mitstreiter am Sternfahrt-Konzept festhalten und dies im kommenden Jahr vielleicht sogar noch ausbauen. „Anhand der Pilgerpässe wissen wir, dass diesmal auch einige Gäste aus dem Obereichsfeld dabei waren“, freute sich Kurth-Scharf.

Vergleiche mit dem Alltag

Vor dem Beisammensein, zu dem nach zuvor schwülwarmem Sommerwetter ein Gewitter aufzog, hielt Altbischof Norbert Trelle um 17 Uhr eine fast einstündige feierliche Maiandacht, an deren Ende er auch die Fahrräder der Pilger sowie besondere Plaketten segnete, die gegen eine Spende erworben werden konnten. Der 1942 in Kassel geborene Trelle hatte bis September vergangenen Jahres das Amt des Bischofs von Hildesheim bekleidet, war dann jedoch aus Altersgründen zurückgetreten.

Der ehemalige Bischof Norbert Trelle hat am Sonntag vor der Wallfahrtskirche in Germershausen fast 200 Drahtesel gesegnet. Zuvor hatte er die diesjährige Andacht zur Fahrradwallfahrt begleitet.

In seiner Andacht erinnerte sich Trelle an seine eigene Fahrradvergangenheit, die in seiner Jugend in Kassel begann. Später setzte er sich gemeinsam mit seinem Bruder große Streckenziele, die er allerdings nicht immer habe erreichen können. In vielen Facetten bedeute dies auch etwas für das Leben insgesamt. „Es ist wichtig, den Weg auch mal zu unterbrechen, der noch vor einem liegt“, mahnte er. So könne es manchmal sinnvoll sein, einen alternativen Weg einzuschlagen, wenn sich der eigentliche Plan als zu beschwerlich erweise. „Wir sollten in unserem Leben stets Routen wählen, die wir auch bewältigen können“, verglich Trelle das Fahrradfahren mit den Hürden des Alltags. „Menschen mit gutem Glauben und einem guten Wort füreinander“ seien hierfür die richtigen Wegbegleiter. Eine Pilgerfahrt sei auch immer eine sich helfende Gemeinschaft.

Von Markus Riese

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