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Duderstadt Dietmar Arend nach 50 Jahren im Ruhestand
Die Region Duderstadt Dietmar Arend nach 50 Jahren im Ruhestand
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00:20 12.02.2018
Dietmar Arend (l.) und Swen Hage an einer Computer unterstützten Maschine.     Quelle: Art
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Duderstadt

Ende einer beruflichen Ära: Nach einem halben Jahrhundert bei der Firma Hage Metallbau in Duderstadt hat Dietmar Arend den Ruhestand angetreten. Der fachliche Betriebsleiter zieht Bilanz – und berichtet von vielen Veränderungen in diesem Berufsfeld.

„Das Handwerk hat sich von der manuellen hin zu einer maschinell geprägten und computerunterstützten Arbeit gewandelt“, beschreibt der 68-Jährige einen wesentlichen Wandel. Die Anforderungen an die Mitarbeiter würden dadurch kontinuierlich wachsen. Es sei mehr Spezialwissen erforderlich, um die Arbeitsschritte zu beherrschen. Produkte müssten immer häufiger nach individuellen Wünschen gefertigt werden, benennt er einen weitere Veränderung.

Lehre in der Bauschlosserei begonnen

Der gebürtige Immingeröder hatte die Grundschule in seinem Heimatort bis zum achten Schuljahr besucht, bevor er noch ein Schuljahr in Duderstadt absolvierte. Anschließend begann er 1964 in der Bauschlosserei Wilhelm Hage eine dreijährige Lehre, sein Lehrmeister war Klaus-Hagen Hage.

1967 erlebte er den Standortwechsel von der Haberstraße und Kurzen Straße zum heutigen Firmensitz an der Industriestraße. Der Bauschlosser arbeitete mit kurzer Unterbrechung zunächst als Geselle bei Firma Hage. Er habe Baustellen übernommen, die anspruchsvoll gewesen seien. Dabei sei bei ihm der Gedanke gereift, die Bundesfachschule für Handwerk in Northeim zu besuchen, um Schlossermeister zu werden.

1975 absolvierte er erfolgreich das Meisterstudium. Mit dem Wachstum des Betriebes und der Aufteilung in die drei Bereiche Leichtmetall, Schlosserei und Blechkanterei seien auch seine Aufgaben gewachsen. Als fachlicher Betriebsleiter war er anschließend unter anderem für die Arbeitseinteilung der Monteure, die Koordination des Betriebsgeschehens, die Ausbildung von Facharbeitern an den Maschinen und die Materialbeschaffung zuständig. Auch die Auswahl neuer Maschinen und der Besuch von Messen gehörte zu seinen Aufgabenfeldern.

Kreativität als Motivation

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Ausbildung gewesen. „Ich habe ungefähr 80 Lehrlinge ausgebildet“, berichtet der Eichsfelder. „Wenn es noch mehr qualifizierte Bewerber gäbe, hätten wir noch mehr ausgebildet“, sagt Arend. Er freue sich, wenn ihm ehemalige Lehrlinge auch heute noch ihre Anerkennung zeigen würden. Es erfülle ihn mit Stolz, dass sich einige als Meister und Techniker weitergebildet hätten.

Arend habe mit seiner Tätigkeit vier Arbeitsfelder abgedeckt, würdigt Geschäftsführer Swen Hage das Engagement des Neurentners. Er sei Techniker, Kontrolleur und als Meister für die Ausbildung zuständig gewesen, außerdem habe er sich um neue Aufträge bemüht.

„Am meisten Spaß hat mir gemacht, dass man sehr kreativ sein konnte“, fasst Arend zusammen. Er habe es genossen, dass ihm Verantwortung übertragen worden sei. Als Meister sei es wichtig, eine gewisse Distanz zu wahren und sich Respekt zu erarbeiten.

Fußball und Tennis zählten zu seinen Hobbys, für die er nun noch mehr Zeit habe. Im September plane er eine Reise zu einer Safari nach Afrika.

Von Axel Artmann

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