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Duderstadt Dresdner Salon-Damen begeisterten in Duderstadt
Die Region Duderstadt Dresdner Salon-Damen begeisterten in Duderstadt
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00:18 12.02.2019
Die Dresdner Salon-Damen begeistern mit Titeln aus der Musikwelt der 20er-, 30er- und 40er-Jahre in Duderstadt. Quelle: Helge Schneemann
Duderstadt

Die Filme und Evergreens von Marlene Dietrich, Marika Rökk, Ilse Werner und vielen anderen Stars dürften auch noch einer deutlich jüngeren Generation bekannt sein. Doch die Salon-Damen Susann Jacobi (Sologesang/ Violine), Silke Krause (Klavier/ Akkordeon), Juliane Gilbert (Cello/ Kontrabass), Franziska Graefe (Violine / Background) und Cécile Pfeiff (Klarinette/ Saxofon/ Background) geben sich nicht mit bloßen Covern der alten Hits zufrieden. In Samtroben und Spitzen, mit Perlenketten und mondänen Hutmoden, und mit einer äußerst unterhaltsamen Moderation, erinnerten sie in der Aula der St.-Ursula-Schule an den Glamour einer vergangenen Epoche.

Bei Paloma wird mitgesungen

Nicht nur die Schlager der weiblichen Stars aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts interpretierten die Damen aus Dresden, auch die Männerträume wurden mit viel Humor und künstlerischem Know-how entstaubt und „emanzipiert“. Da wurde die „Schöne Isabella aus Kastilien“, einst von den Comedian Harmonists besungen, zum schönen Eduardo, den Instrumenten wurde Platz für Soloparts eingeräumt, die Geige musste als Gitarre, der Kontrabass als Schlagzeug herhalten. Und bei manch einem Welthit wie „La Paloma“ sang und summte auch das Publikum mit. Franziska Graefe konnte sogar der mit ihrem Pfeifen berühmt gewordenen Ilse Werner das Wasser reichen – und erntete dafür Szenenapplaus.

Die Duderstädter Theater- und Konzertvereinigung (TKV) als Veranstalter hatte schon 2014 die Dresdner Salon-Damen für ein Gastspiel eingeladen, damals noch vor rund 600 Gästen in der Eichsfeldhalle. Nach dem großen Erfolg der Vorstellung habe es auf der Hand gelegen, die Dresdnerinnen wieder nach Duderstadt zu holen, sagt die TKV-Geschäftsführerin Sabine Holste-Hoffmann.

Seit dem Verkauf der Eichsfeldhalle mit mehr als 700 Plätzen musste die TKV sich allerdings für die Konzertsaison 2018/ 2019 einen neuen Ort für Veranstaltungen suchen. „Wir freuen uns, dass wir nun die Aula der St.-Ursula-Schule nutzen können, und viele Gäste lieben die schöne Atmosphäre. Aber mit 200 Sitzen sind deutlich weniger Plätze vorhanden, was einen Einbruch von zwei Dritteln unserer Abonnentenzahlen mit sich brachte“, beschreibt Holste-Hoffmann den Überlebenskampf des kleinen Kulturvereins, der sich seit jeher ein hochwertiges und vielseitiges Programm auf die Fahnen geschrieben hat.

Höhere Kosten bei weniger Abonnenten

„Nach der erforderlichen Umstrukturierung war es auch nicht mehr finanzierbar, die Theaterbusse aufrechtzuerhalten“, erklärt Holste-Hoffmann. Die Busse brachten bis zum vergangenen Jahr viele der Abonnenten zu den Veranstaltungen. Die nun um zwei Drittel geschrumpften Einnahmen über Eintrittsgelder würden nicht mehr die Kosten der Veranstaltungen decken, und der Verein müsse bereits seine Rücklagen zur Finanzierung einsetzen.

Zudem sei die St.-Ursula-Aula technisch nicht so gut ausgestattet wie die Eichsfeldhalle. Daher fielen weitere Kosten für zusätzliche Technik an, sagt Holste-Hoffmann. „Wir müssen bei der Planung umdenken und viele Abstriche machen. Trotzdem steht auch die kommende Saison“, verspricht die Geschäftsführerin. Die Rathauskonzerte und diverse Kooperationsangebote wie die Musiknacht bleiben bestehen, und es sind vier Veranstaltungen in der Aula geplant. Unter anderem werden das Vokalquartett Drops und der Film- und Theaterstar Walter Plathe erwartet. Das Programm wird im Frühjahr veröffentlicht.

Von Claudia Nachtwey

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